eBay: Allzeithoch voraus?

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Früher kannte man eBay (WKN 916529) nur als Internet-Auktionshaus. Doch mit dem Erfolg der des Online-Bezahlservices PayPal, scheint man sich zu neuen Höhen aufzumachen. Dabei haben die jüngsten Erfolge zu einem wahren Höhenflug bei der Aktie des Unternehmens geführt, infolge dessen selbst das historische Allzeithoch von Ende 2004 von 59,21 US-Dollar in greifbare Nähe gerückt ist.

Aufgrund des aktuellen Erfolgs von PayPal wird allerdings vergessen, dass es für eBay auch im traditionellen Auktionsgeschäft sehr gut läuft. Immerhin konnte eBay somit im zweiten Quartal seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,2 Prozent auf 3,40 Mrd. US-Dollar hochschrauben. Der Nettogewinn wurde sogar mehr als verdoppelt und erreichte einen Wert von 692 Mio. US-Dollar. Auf bereinigter Basis stand dagegen ein geringerer Zuwachs von 15,7 Prozent auf 730 Mio. US-Dollar bzw. 56 Cents je Aktie. EBay-Chef John Donahoe bezeichnete das zweite Quartal daraufhin sogar als: „großartiges Quartal“.

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Für das sehr gute Ergebnis war hauptsächlich das starke Wachstum bei PayPal verantwortlich. In diesem Bereich wurde der Umsatz um 26 Prozent gesteigert. Aber auch das traditionelle Geschäft mit der Handelsplattform konnte mit einem ordentlichen Umsatzzuwachs von 9 Prozent aufwarten. Dabei konnte eBay auch die Zahl der aktiven Nutzer steigern. Im zweiten Quartal wurde diese um 8 Prozent auf insgesamt 104,8 Millionen aktive Nutzer gesteigert. Noch deutlicher fiel der Zuwachs bei der Zahl der PayPal-Konten aus. Hierbei wurde ein Anstieg um 13 Prozent auf 113,2 Millionen verbucht.

Der Internet-Handel boomt. Und von dem immer mehr wachsenden Trend, seine Einkäufe mit Hilfe des Internets und eines Computers zu erledigen, profitiert auch der Pionier bei den Online-Handelsplattformen, eBay. Dabei hatte das Unternehmen noch vor wenigen Jahren mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen und seinem schlechten Ruf im Vergleich zu Amazon (WKN 906866). Häufig wurde eBay nachgesagt, dass dort nur gebrauchte und sich teilweise in einem schlechten Zustand befindliche Artikel verkauft würden. Wohingegen die attraktive Neuware beim Konkurrenten Amazon zu finden war. Doch die enormen Wachstumsraten beim Internet-Bezahldienst PayPal und die von eBay-Chef John Donahoe initiierten Veränderungen bei der Handelsplattform haben das Unternehmen auf einen steilen Wachstumskurs gebracht.

John Donahoe, der den Chefposten bei eBay im Jahr 2008 übernahm räumte rigoros auf und sorgte u.a. mit einer Veränderung des Bewertungssystems auf eBay für mehr Kundenfreundlichkeit. Zudem wird auf eBay ein immer größerer Teil an Neuware von professionellen Händlern angeboten, was die Attraktivität für Käufer zusätzlich ansteigen und diese wieder vermehrt auf die Handelsplattform strömen ließ. Aufgrund dieses Erfolgs wurde der Wert der eBay-Aktie seit 2009 fast verfünffacht. Und ein Ende scheint derzeit nicht in Sicht.

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1 KOMMENTAR

  1. Durch die Neuausrichtung in den letzten Jahren mussten vor allem die privaten Verkäufer leiden, die durch immer höhere Gebühren etc. mehr und mehr vergrault wurden. Ebay ist inzwischen auch mehr eine Sofort-Kauf-Plattform statt ein Online-Auktionshaus. Genau diese Entwicklung strebte ebay auch an, um gegenüber Amazon aufzuholen. Ich finde das eher schade, aber der Erfolg gibt ebay nun mal Recht.

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