Lanxess im DAX – aber Kurse von Aufsteigern entwickeln sich meist unterdurchschnittlich…

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Das wollte ich eigentlich schon vergangene Woche posten. Mit dem Aufrücken in den Deutschen Aktienindex DAX ist die Kurs-Party für die Aufsteiger-Aktien in der Regel vorbei. Meist schneiden die Papiere über Jahre hinweg schlechter ab als der Index. Das geht aus Berechnungen des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘ (Ausgabe 10/2012) hervor.

Nun sind Lanxess und Conti (wieder) im DAX. Der ‚Capital‘-Analyse zufolge sind seit dem Jahr 2000 insgesamt 18 Konzerne neu in den 30 Werte umfassenden DAX aufgestiegen. Die Hälfte davon musste den Index seitdem wieder verlassen. Von den 18 Aufsteigern schnitten lediglich vier Aktien (Volkswagen Vorzüge, Fresenius, Merck und Infineon; nach dem zweiten Aufstieg 2009) bis heute bzw. bis zum erneuten Ausscheiden besser ab als der Gesamtindex. Insgesamt entwickelten sich die Kurse der Index-Neulinge seit dem Jahr 2000 im Schnitt knapp fünf Prozent pro Jahr schlechter als der DAX.

Ich als ehemaliger MLP-Kunde sage mal lieber nichts zu diesem Thema…


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2 KOMMENTARE

  1. Die Index-Aufnahme an sich sollte auch keine Rolle für die Kursentwicklung einer Aktie spielen, abgesehen für die Index-Fonds, die hier kaufen müssen. Ansonsten sind die entscheidenden Stellschrauben doch der unternehmerische Erfolg und die Bewertungskennzahlen. Und bei Lanxess sehen sowohl die unternehmerischen Perspektiven als auch das Bewertungsniveau attraktiv aus, so dass sich hieran die Wertentwicklung orientieren wird. Nicht an der Indexzugehörigkeit selbst. Die ist nur ein Zeichen für Größe (Börsenwert) und Liquidität (Börsenumsatz).

  2. Dennoch sollte man den Effekt eines Indexaufstiegs für die Bekanntheit einer Aktie (und damit auch für die Performance) nicht unterschätzen. Ein Aufstieg in den DAX suggeriert ja bspw. dass das Geschäft in letzter Zeit sehr gut lief und das Unternehmen nun zu den 30 größten (börsennotierten) Unternehmen Deutschlands gehört. Rational gesehen ist das egal, aber für viele Anleger spielt es eben doch eine Rolle, wo eine Aktie „steht“.

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