Wochenrückblick KW 38: DAX auf neuem Jahreshoch, Risiken bei Commerzbank bleiben

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Die vergangene Handelswoche endete überraschend mit einem neuen Jahreshoch im DAX. Auch schlechte Nachrichten bspw. aus dem Automobilsektor konnten die Stimmung nicht trüben. Trotz Unsicherheiten bei dem ein oder anderen Unternehmen bleibt die Aktie die Anlage der Zeit – Alternativen sind schlicht nicht in Sicht. Auch die Euro-Krise bleibt weiter bestimmendes Thema, dennoch hat sie ihren Schrecken weitgehend verloren. Durch die Milliardenhilfen der Zentralbanken geblendet sieht man an den Märkten über die anhaltenden Probleme in Euroland hinweg. Es wird einfach gekauft, was irgendwie halbwegs sinnvoll erscheint, selbst Gold ist wieder en Vogue. Bei den Banken streitet man sich derweil um die Bankenunion und das DAX-Sorgenkind Commerzbank (WKN 803200) bleibt das Zockerpapier schlechthin. Zwar konnte die Marke von 1,60 Euro in der Zwischenzeit erobert werden, doch ob es nun auch für 2,000 Euro reicht, bleibt offen. Charttechnisch sieht es zwar gut aus, aber Risiken aufgrund der Euro-Krise bleiben weiterhin akut und können die schönsten Gewinne innerhalb kürzester Zeit wieder Wett machen.

Einzeltitel aus Deutschland

Die Überraschung der Woche kam aus dem Hause Talanx. Nach der überraschenden Absage des IPO vor zwei Wochen, erfolgte am Donnerstag die Kehrtwende. Da der Kapitalmarkt offenbar hohes Interesse an der Emission signalisiert hat, werden nun Aktien (WKN 840221) in der Preisspanne von 17,30 bis 20,30 Euro angeboten. Der Angebotszeitraum beginnt morgen und endet voraussichtlich am 1. Oktober 2012. Die Erstnotierung der Aktien ist dann für den 2. Oktober 2012 vorgesehen. Mehr zum deutschen IPO des Jahres hier.
Im Vorfeld der größeren Indexumstellung am Montag haben wir uns auch zwei interessante Indexaufsteiger angeschaut: Zum einen den SDAX-Neuling SMT Scharf (WKN 575198) (mehr zu diesem interessanten Nebenwert hier) und zum anderen den MDAX-Frischling TAG Immobilien (WKN 830350). Das niedrige Zinsniveau, für das die internationalen Notenbanken gesorgt haben, hat auch den deutschen Immobilienmarkt beflügelt. Dabei können sich die Häuslebauer über sehr günstige Finanzierungsbedingungen freuen. Gleichzeitig konnte auch der Immobilienkonzern von dieser Entwicklung profitieren, wie wir hier näher ausführen.
Desweiteren warfen wir auch einen Blick auf den Logistikkonzern EUROKAI (WKN 570653), der von der immer wieder verschobenen Eröffnung des ersten deutschen Tiefwasserhafens, dem JadeWeserPort, profitieren dürfte. Mehr über die Kurschancen gibt in diesem Beitrag.

Internationale Einzelwerte

Die Schlangen vor den Apple-Stores machten es am Freitag wieder mal deutlich. Apple-Fans sind manchmal schon fast verrückt. Apple-Aktionären wird es dagegen manchmal schwindelig, wenn sie die immer neuen Allzeithochs der Aktie (WKN 865985) sehen. Für manche ist die Apple-Aktie schon ein Selbstläufer, andere sehen die Hochs mit gemischten Gefühlen und warten auf den Rückschlag.
Doch nicht nur Apple haussiert. Auch andere Technologietitel wie Google (WKN A0B7FY) oder Amazon (WKN 906866) sind gefragte Anlagen. Doch auch hier gibt es trotz vieler neuer Produkte immer wieder die Sorge vor Rückschlägen.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

Die kommende Woche wird in Sachen Quartalszahlen wieder merklich interessanter. In Deutschland herrscht dabei noch Zurückhaltung vor. U.a. werden am Donnerstag die Zahlen von HORNBACH HOLDING und HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlicht. Dagegen nimmt die Bilanzsaison in den USA langsam Fahrt auf. Dort stehen u.a. die Bilanzen von Paychex und Red Hat (Montag); Carnival und Jabil Circuit (Dienstag); Texas Industries (Mittwoch); Accenture, Micron, Nike und Research In Motion (Donnerstag) auf der Agenda.

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Die Woche beginnt in Sachen Konjunktur mit dem ifo Geschäftsklimaindex (September), dem Bundesbank Monatsbericht September sowie dem Chicago Fed National Activity Index (August). Am Dienstag wiederum wird der deutsche GfK-Konsumklimaindex (September) veröffentlicht. In den USA werden wiederum der Case Shiller Hauspreisindex (Juli) und das Verbrauchervertrauen des Conference Board (September) publiziert. Die Wochenmitte ist dagegen weitgehend ruhig. Aus Deutschland werden lediglich die Verbraucherpreise (September), aus Frankreich das Verbrauchervertrauen (September) und aus den USA die Verkäufe neuer Häuser (August) gemeldet. Der Donnerstag steht schließlich ganz im Zeichen der US-Konjunktur. Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, werden der Auftragseingang für langlebige Güter (August), die finalen BIP-Daten zum zweiten Quartal sowie die anstehenden Hausverkäufe (August) veröffentlicht. Am Freitag stehen schließlich die Vorabschätzung der Inflation im Euroraum für September sowie aus den USA die Persönlichen Einkommen und Ausgaben (August), der Chicago Einkaufsmanagerindex (September) sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (Final, September) auf der Agenda.


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