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HRE-Untersuchungsausschuss sorgt für weniger Bankenaufsicht durch BaFin – Personalnot?

Die personelle Ausstattung der Finanzaufsicht BaFin hat mich schon immer etwas gewundert. Nun wird es aber absurd. Das Handelsblatt schreibt, dass aufgrund des Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Schieflage der Hypo Real Estate (HRE) die BaFin die Überwachung der Banken deutlich zurückfährt.

Unter Berufung auf ein Schreiben des BaFin an das Bundesfinanzministerium, schreibt das Handelsblatt: „In den kommenden Wochen und Monaten werde man in einer für die deutsche Kreditwirtschaft äußerst schwierigen Zeit die Aufsicht in etlichen Bereichen fast vollständig einstellen, um den berechtigten Anforderungen des Untersuchungsausschusses fristgerecht nachzukommen.“

Weiter heißt es: „Die BaFin sei im Rahmen der bisher bekannten Beweisanträge des Untersuchungsausschusses zur Vorlage von umfangreichen Unterlagen an das Bundesfinanzministerium verpflichtet, argumentiert die Behörde. Die Arbeiten für den Untersuchungsausschuss hätten „höchste Priorität“. Das habe zur Folge, „dass die laufende Arbeit in manchen Bereichen bereits heute eingestellt ist und in den restlichen nur noch sehr eingeschränkt ausgeübt wird“.“

Somit erfreuen sich unsere deutschen Spitzeninstitute wohl in den kommenden Wochen sturmfreier Zeiten. Jeder darf machen was er will. Ob das in solchen Zeiten wirklich zielführend ist, das Vertrauen in die Banken generell und zwischen den Banken wieder herzustellen bleibt fraglich. Eine deutliche Personalaufstockung mit qualifizierten Mitarbeitern sollte doch eigentlich aufgrund der Bankenkrise kein Problem sein. Manch ehem. Investmentbanker freut sich vielleicht über eine sichere Beamtenstelle und kann so auch ein wenig was für die Allgemeinheit tun…


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