Brenntag: Überzeugende Geschäftszahlen trotz Euro-Krise – Kursgewinne voraus

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Der Chemiesektor gilt in der Regel als besonders konjunkturanfällig. Gerade deshalb erscheinen die Halbjahreszahlen des Weltmarktführers in der Chemiedistribution Brenntag (WKN A1DAHH) umso beeindruckender. Zudem wurde die Jahresprognose angehoben.

Zwischen Januar und Juni konnte der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro gesteigert werden. Währungsbereinigt stand ein Umsatzwachstum von 10,0 Prozent zu Buche. Für das deutliche Umsatzplus war vor allem der Zukauf von drei führenden amerikanischen und chinesischen Chemiedistributoren verantwortlich. Das EBITDA wurde um 9,2 Prozent auf 355,9 Mio. Euro verbessert (währungsbereinigt: 5,0 Prozent).

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr wurde die Unternehmensprognose für das laufende Jahr nach oben geschraubt. Demnach erwartet Brenntag einen operativen Gewinn von 705 bis 735 Mio. Euro, was zugleich einen neuen Rekordwert nach den 661 Mio. Euro des Vorjahres markieren würde. Jedoch hatten sich die Analysten deutlich mehr versprochen.

Aufgrund der anhaltenden Euro-Krise wollte sich das Management nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Auf Unternehmensseite geht man davon aus, dass die schwierige Situation in einigen Ländern in den nächsten Monaten anhalten wird. Somit gab Brenntag-Chef Steven Holland zu bedenken, dass man das Geschäft wegen eines schwächeren Wirtschaftsumfelds eventuell „defensiver“ aufstellen werde.


Quelle: Comdirect


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