Solarworld: 20% in wenigen Tagen – ein Paradies für Zocker!

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Ein Kursgewinn von knapp 20 Prozent in weniger als einer Woche hat uns einmal mehr deutlich vor Augen geführt, dass die Aktie von Solarworld (WKN 510840) sehr schön zum Spekulieren geeignet ist. Für risikoscheue Anleger dürften dagegen die Unsicherheiten, die nicht nur Solarworld, sondern die gesamte Solarbranche erfasst haben unkalkulierbar sein.

Zwar hat die EU-Kommission ein Antidumping-Verfahren gegen die chinesische Solarbranche eingeleitet, jedoch dürften selbst Strafzölle für die chinesischen Importe von Solarmodulen die europäische Solarindustrie nicht nachhaltig beflügeln. Viel zu sehr wiegen die übergeordneten Probleme, die die Branche immer noch hat. Ganz zu schweigen von möglichen wirtschaftspolitischen Vergeltungsaktionen der chinesischen Politik.

Dabei befindet sich die gesamte Branche in einem Konsolidierungsprozess, bei dem noch nicht abzusehen ist, welche Unternehmen am Ende überleben werden. Vor allem machen den europäischen Solarkonzernen die großen Überkapazitäten zu schaffen, weshalb Solarmodule zu Niedrigstpreisen verscherbelt werden müssen. Zudem werden die Zuschüsse der Regierungen an die Unternehmen kontinuierlich nach unten gefahren. Diese haben sich jedoch zu lange auf die Subventionen verlassen und den Übergang in die Unabhängigkeit von diesen Hilfen verpasst.

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Diese Probleme machten sich bei Solarworld mit tiefroten Zahlen im ersten Halbjahr 2012 bemerkbar. Mit 340,1 Mio. Euro lag der Umsatz in den ersten sechs Monaten deutlich unter dem Vorjahreswert von 533,6 Mio. Euro. Beim EBIT stand im ersten Halbjahr ein Minus von 143,8 Mio. Euro zu Buche, nachdem im Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis ein Gewinn von 70,5 Mio. Euro erzielt worden war. Beim Konzernergebnis rutschte SolarWorld mit einem Verlust von 159,3 Mio. Euro tief in die roten Zahlen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Gewinn von 22,2 Mio. Euro verbucht hatte.


1 KOMMENTAR

  1. […] Mit einer in den letzen Monaten starken Nachfrage aus der Automobilbranche und einem derzeitig hohen Aktienkurs im Rücken konnte der Automobilzulieferer Continental (WKN 543900) einen Geschäftserfolg und sogar die Rückkehr in den deutschen Leitindex DAX verbuchen. Doch die Euro-Krise könnte der Autobranche – und damit vielleicht auch dem DAX-Rückkehrer – einen Strich durch die Rechnung machen. Außerdem könnte der Höhenflug der Aktie bereits vorbei sein, da der DAX-Aufstieg bereits womöglich schon eingepreist wurde. Mehr dazu hier. Ebenfalls einen genauen Blick war uns die Bayer-Aktie (WKN BAY001) wert. Zwar hat die Euro-Krise dazu geführt, dass Anbieter von Medikamenten derzeit mit sinkenden Arzneimittelausgaben europäischer Regierungen fertig werden müssen. Jedoch konnte besonders Bayer von dem schwachen Euro profitieren und sogar die Jahresprognose anheben. Dank der jüngsten Entwicklung ist nun das Allzeithoch von 66,45 Euro in greifbare Nähe gerückt. Bleiben wir im Chemiesektor. Ein augenscheinlich hartes Restrukturierungsprogramm, die Konzentration auf die hausinterne so genannte „Preis-vor-Menge“-Strategie und ein derzeit hoher Aktienkurs haben LANXESS (WKN 547040) in den deutschen Leitindex DAX geführt. Das derzeit wachstumsstarke Geschäft in den Schwellenländern soll dafür sorgen, dass der Spezialchemie-Konzern möglichst lange dort verbleibt – doch die Euro-Krise und schwankende Rohstoffpreise könnten diese Aufgabe enorm erschweren. Mehr dazu hier. Zuletzt ein Blick in den Solarsektor. Ein Kursgewinn von knapp 20 Prozent in weniger als einer Woche hat uns einmal mehr deutlich vor Augen geführt, dass die Aktie von Solarworld (WKN 510840) sehr schön zum Spekulieren geeignet ist. Für risikoscheue Anleger dürften dagegen die Unsicherheiten, die nicht nur Solarworld, sondern die gesamte Solarbranche erfasst haben unkalkulierbar sein. Mehr dazu hier. […]

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