Fresenius profitiert von seiner breiten Aufstellung und steigender Gesundheitsausgaben

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Beim Gesundheitskonzern Fresenius (WKN 578560) steht nach der gescheiterten Übernahme des Klinikbetreibers Rhön-Klinikum (WKN 704230) wieder das Tagesgeschäft im Fokus. Neben dem Klinikgeschäft der Tochter Helios sollte man als Anleger aktuell viel mehr auf das Dialyse-Geschäft der Tochter Fresenius Medical Care (WKN 578580) und das Infusionsgeschäft der Tochter Kabi. Letztere hat dieser Tage den Ausblick erhöht, was sich für den Kurs der Fresenius-Aktie positiv auswirken dürfte. Neue Allzeithochs stehen hier im Blick.

Fresenius Kabi ist Marktführer in der Infusionstherapie und in der klinischen Ernährung in Europa. Im ersten Halbjahr 2012 hat sich das Geschäft in allen Regionen und Produktbereichen ausgezeichnet entwickelt und es wird erwartet, dass sich dies auch im zweiten Halbjahr fortsetzt. In den USA geht Fresenius Kabi von einer weiterhin hohen Nachfrage wegen anhaltender Lieferengpässe bei generischen intravenös verabreichten Arzneimitteln aus. Insbesondere für das Anästhetikum Propofol dürften Lieferverzögerungen bei einem Wettbewerber nun in das vierte Quartal hineinreichen. Vor diesem Hintergrund hat Fresenius Kabi den Ausblick für das Jahr 2012 erhöht und rechnet nun mit einem organischen Umsatzwachstum von rund 9 Prozent (bisherige Prognose: 7 bis 9 Prozent). Das Unternehmen erwartet ferner eine EBIT-Marge von rund 20,5 Prozent (bisherige Prognose: 20 bis 20,5 Prozent).

Fresenius plant, diesen zusätzlichen Ergebnisbeitrag zu investieren, um den zukünftigen Zinsaufwand zu reduzieren und die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten zu optimieren. Darüberhinaus wurde der Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2012 voll bestätigt. Das Konzernergebnis soll demnach währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigen. Der währungsbereinigte Anstieg des Umsatzes wird in der Bandbreite von 12 bis 14 Prozent erwartet.


Quelle: Comdirect

Mit dem soliden Ausblick im Rücken kämpft die Fresenius-Aktie nun mit den jüngst erreichten Jahreshochs, die zugleich Allzeithochs sind. Noch steht das bisherige Hoch bei 88,71 Euro. Sollte diese Marke aber nun überwunden werden, ist der Weg in Richtung Dreistelligkeit offen. Mit einem 2013er KGV von 14 ist die Aktie auch noch längst nicht zu teuer. So sehen das derzeit auch zahlreiche Analysten: HSBC (“Overweight”) etwa sieht das 12-Monats-Kursziel bei 101 Euro, Société Générale (“Buy”) sogar bei 120 Euro. Die Analysten der Credit Suisse (“outperform”) bleiben mit 99 Euro eher bescheiden, ähnlich wie die Commerzbank. Diese stufte die Aktie in dieser Woche von „hold“ auf „add“ herauf und erhöhte gleichzeitig das Kursziel von 84 auf 93 Euro.


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