Glencore & Xstrata: Zitterpartie um die größte Übernahme 2012

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Die Übernahme des Bergbau-Konzerns Xstrata (WKN 552834) durch den Rohstoffhändler Glencore (WKN A1JAGV) wäre die mit Abstand größte Übernahme des Jahres und würde einen wahren Rohstoffgiganten hervorbringen, doch die Abwicklung des Deals steht auf wackeligen Beinen. Und wie so oft in solchen Fällen, geht es einmal mehr um das liebe Geld.

Somit warten die Marktteilnehmer gespannt auf die Aktionärsabstimmung über die 30 Mrd. US-Dollar-Offerte am 7. September. Zwar hat der Staatsfonds Katar Holdings durchblicken lassen, dass man im Grundsatz nicht gegen das Geschäft sei, jedoch ist der Preis, den Glencore bietet in den Augen des Staatsfonds einfach zu gering. Glencore bietet 2,8 eigene Aktien für 1 Xstrata-Aktie.

Aus diesem Grund hat Katar angekündigt, bei der Aktionärsabstimmung gegen den Deal zu stimmen. Dies ist deshalb von sehr großer Bedeutung, da Katar 12 Prozent an Xstrata hält und damit nach Glencore der zweitgrößte Aktionär ist. Glencore selbst hält aktuell 33,6 Prozent der Xstrata-Anteile. Für eine Zustimmung fordert Katar statt der gebotenen Quote von 2,8 Glencore-Aktien je Xstrata-Anteilschein, eine Quote von 3,25. Katar steht jedoch nicht allein, denn die Fondsgesellschaften Standard Life und Schroders haben sich dem Staatsfonds angeschlossen. Insgesamt entfallen somit auf die Gegner des Zusammenschlusses derzeit rund 14 Prozent. Für einen Deal müssen bei der kommenden Abstimmung 75 Prozent der Aktionäre votieren und Glencore ist nicht stimmberechtigt. Von den verbliebenen 66 Prozent der Aktien reichen daher 16,5 Prozent für die Fusionsgegner, damit der Deal platzt.

Die Frage bleibt also, ob sich Glencore-Chef Ivan Glasenberg tatsächlich soweit auf Katar Holding zubewegen wird, dass der Staatsfonds dann doch der Übernahme-Offerte zustimmt. Dies ist jedoch anhand seiner Aussagen, die er anlässlich der jüngsten Geschäftszahlen getätigt hat eher zu bezweifeln. Glasenberg machte deutlich, dass der Deal scheitern würde, wenn die Katar Holding ihre Opposition nicht aufgeben sollte. Spannung ist somit garantiert.


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