INDUS: Wann gelingt der Ausbruch nach oben?

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Das Jahr 2011 war für die Beteiligungsgesellschaft INDUS (WKN 620010) ein Rekordjahr. Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes, war es allerdings bereits abzusehen, dass dieser Erfolg 2012 nicht so ohne weiteres wiederholt werden könnte. Doch trotz der schwächelnden Konjunktur konnte das im SDAX notiere Unternehmen im ersten Halbjahr aufgrund seines ausgewogenen Portfolios ordentliche Geschäftszahlen präsentieren.

INDUS konnte seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1 Prozent auf 540,7 Mio. Euro steigern. Beim EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) ging es aber um 11,5 Prozent auf 52,4 Mio. Euro nach unten. Demnach konnte INDUS auch bei der EBIT-Marge nicht an den Rekordwert des Vorjahres herankommen. Aufgrund einer spürbar nachlassenden Wachstumsdynamik und höherer Energie-, Material- und Lohnkosten ging die EBIT-Marge von 11,1 Prozent im Vorjahr auf 9,7 Prozent zurück. Das Periodenergebnis lag mit 23,5 Mio. Euro deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres. Hierfür waren steuerliche Sondereffekte in 2011 und das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche verantwortlich.

Trotz des schwierigen Umfeldes, bestätigte INDUS seine Prognose für das Gesamtjahr. Demnach soll der Umsatz der Gruppe über 1 Mrd. Euro liegen. Für die EBIT-Marge peilt man auf Unternehmensseite einen Wert von 10 Prozent an. Allerdings nannte INDUS-Vorstandsvorsitzender Jürgen Abromeit diese Zielmarke anspruchsvoll. Dieses soll laut Abromeit nur erreichbar sein, wenn eine Entlastung auf der Kostenseite eintritt.

Ob dies allerdings ausreichen wird, dem zuletzt schwächelnden Aktienkurs von INDUS auf die Beine zu helfen, bleibt abzuwarten. Nach einem guten Start in das Jahr, hat das Papier seit April etwas mehr als 10 Prozent an Wert verloren. Die Aktie kann jedoch mit einer sehr attraktiven Bewertung Punkten. Das 2012er-KGV liegt bei 7 und die Dividendenrendite bei 5,5 Prozent. Anleger, die daran glauben, dass sich die Konjunktur bald erholt und INDUS seine Kostenprobleme in den Griff bekommt, dürften bei diesem Papier ihre Chancen wittern.


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