Nokia: Übernahmefantasien könnten den Kurs weiter beflügeln

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Obwohl sich Apple (WKN 865985) und Samsung (WKN 881823) gegenseitig vor den Gerichten dieser Welt zerfleischen, bleibt es fraglich ob der bisherige Verlierer auf dem Smartphone-Markt Nokia (WKN 870737) tatsächlich davon profitieren kann. Die Anleger könnten womöglich eher auf eine (teilweise) Übernahme der Finnen durch einen Konkurrenten setzen.

Nach dem Patenturteil, bei dem eine kalifornische Geschworenenjury entschied, dass Samsung mehrere Patente von Apple verletzt hatte und zu einer Strafzahlung von etwa 1 Mrd. US-Dollar verurteilt wurde, sahen die Analysten Nokia schon als den lachenden Dritten. Daraufhin schickten sie die Aktie des kriselnden finnischen Handy-Herstellers am Montag um mehr als 7 Prozent auf 2,69 Euro nach oben. In der Zwischenzeit war der Kurs sogar auf 2,79 Euro angestiegen.

Doch bereits am Dienstag scheint diese anfänglich Euphorie über das Patenturteil aus den USA verflogen zu sein. Denn die Aktie muss im Tagesverlauf Verluste von mehr als 6 Prozent hinnehmen. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass für den einstmals größten Handy-Hersteller Hoffnung auf Besserung bestehen könnte.

Zunächst einmal scheint sich die Nokia-Aktie von ihrem Allzeittief im Juli 2012 bei 1,33 Euro erholt zu haben. Immerhin konnte der Kurs seit den düsteren Zahlen zum zweiten Quartal nahezu verdoppelt werden. Auch charttechnisch ist die Lage nun wieder deutlich positiver zu bewerten.

Ob dies alles allerdings den endgültigen Turnaround beim Aktienkurs bedeutet, muss noch abgewartet werden. Für Nokia sprechen beispielsweise die kursierenden Übernahmegerüchte. Allerdings waren es bisher nicht mehr als Gerüchte. Trotzdem dürfte Nokia trotz des jüngsten Absturzes aufgrund der günstigen Bewertung für einige Konkurrenten attraktiv sein. Zudem ist Nokia ein weltweit agierendes Unternehmen, mit hervorragenden Vertriebswegen. Außerdem kann Nokia mit einem großen Fundus an Patenten aufwarten, die in der heutigen Zeit der zunehmenden Patentklagen zwischen den großen Technologieunternehmen an Bedeutung gewinnen sollten. Denn es sind längst nicht nur Apple und Samsung, die sich gegenseitig vorwerfen abzukupfern.


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