Schaltbau: Nach dem Aktiensplit bieten sich neue Chancen

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Für unbedarfte Anleger von Schaltbau (WKN 717030) bot der Blick ins Depot einen kleinen Schock: Da standen plötzlich -66 Prozent. Doch keine Sorge, ein Blick auf die Aktienanzahl verrät: Es handelt sich um einen Split 1 : 3, d.h. aus bisher einer Aktie wurden nun drei. Mit dieser optischen Verbilligung dürfte die im SDAX notierte Aktie auch für neue Anleger noch interessanter werden. Zwar ist der Sprung von knapp 80 Euro auf 26/27 Euro nicht so groß – dennoch hat sich auch bei anderen Titel gezeigt, dass niedrigere zweistellige Kurse interessanter sind. Insofern bieten sich also auch für neue Anleger nun neue Chancen.

Wir hatten über Schaltbau ja bereits mehrfach berichtet. Zuletzt vor vier Wochen, bei Bekanntgabe der Halbjahreszahlen. Schaltbau konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 13,0 Prozent auf 176,1 Mio. Euro erhöhen. Beim EBIT ging es dagegen um 12,6 Prozent auf 13,9 Mio. Euro nach unten. Das Konzernperiodenergebnis schrumpfte um 22,8 Prozent auf 9,8 Mio. Euro. Allerdings konnte Schaltbau in der Vorjahresperiode einen positiven Einmaleffekt verbuchen, der den Rückgang umso deutlicher erscheinen lässt. Somit sieht sich das Unternehmen weiterhin auf Kurs seine Jahresprognose zu erreichen. Der Ausbau der Bahntechnik in den Emerging Markets wie China und Indien soll dabei weiter zum Wachstum beitragen sowie die Modernisierung der Bahntechnik in den USA. Außerdem will Schaltbau mit Übernahmen wachsen, wie der Kauf des Spezialisten für Zustiegssysteme Werner Kircher gezeigt hat.

Die Aktie hat nun also die Chance neue Höhen zu erreichen, die offenbar zuvor jenseits der 80-Euro-Marke nicht zu realisieren waren. Mit einer Dividendenrendite von 2,5 Prozent und einem KGV von knapp über 8 ist der Titel dabei noch durchaus günstig zu haben. In den kommenden Tagen wird die Unruhe über den split-bezogenen „Kurssturz“ abnehmen und der Blick auf das Fundamentale zurückkehren. Es könnte dann gut sein, wenn man schon dabei ist. Doch darf man nervöse Anleger auch nicht unterschätzen, die durch den Split plötzlich verkaufen und den Kurs nach unten drücken. Auch das solls schon gegeben haben – völlig irrational, aber leider möglich.


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