Zehn vor Zehn: BIP-Zahlen schieben DAX an, Merck, RWE, K+S und Salzgitter mit Zahlen

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Der DAX ist freundlich gestartet. Dank guter BIP-Zahlen. Seitens der Unternehmen hat RWE und K+S aus der ersten Reihe Zahlen vorgelegt. Na ja, sage ich da nur. Aber es gibt auch erfreuliches heute zu berichten.

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9.50h/ Frankfurt

DAX +0,9% 6971

MDAX +0,6% 11049

TecDAX +0,9% 781

RWE bestätigt Prognose für 2012

RWE hat im ersten Halbjahr 2012 das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert. Bei nahezu konstantem Umsatz von 27,1 Mrd. Euro stieg das betriebliche Ergebnis um 9 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro, das EBITDA erhöhte sich ebenfalls um 9 Prozent auf 5 Mrd. Euro. Allerdings war die erste Jahreshälfte 2011 von Sonderbelastungen durch die politischen Entscheidungen zur Kernenergie geprägt. In der ersten Jahreshälfte 2012 sank der Stromabsatz vor allem durch die Entkonsolidierung von Amprion um 8 Prozent, der Gasabsatz ging um 11 Prozent zurück. Positiv bemerkbar machten sich die deutlich verbesserte Performance im Energiehandel sowie eine Einigung mit dem Gaslieferanten Statoil. Bei annähernd gleichbleibendem Außenumsatz und trotz geplanter Unternehmensverkäufe geht RWE für das Gesamtjahr von einer stabilen Ertragslage aus. Das EBITDA und das betriebliche Ergebnis werden voraussichtlich etwa so hoch sein wie im Vorjahr (8,5 bzw. 5,8 Mrd. Euro). Auch beim nachhaltigen Nettoergebnis wird der Konzern das Niveau von 2011 wahrscheinlich halten können (2,5 Mrd. Euro).

Merck: Transformationsprozess zeigt erste Ergebnisse

Die Gesamterlöse von Merck stiegen im 2. Quartal 2012 um 12% von 2.555 Mio € im Vorjahresquartal auf 2.852 Mio €. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsquartal um 11% auf 2.743 Mio € gegenüber 2.470 Mio € im 2. Quartal 2011. Zu dieser Steigerung trugen das organische Umsatzwachstum 5,1%, positive Währungseffekte 5,4% und Akquisitionen/Veräußerungen 0,5% bei.

SALZGITTER – naja gute Zahlen sehen anders aus

Der Konzern-Außenumsatz stieg um rund 600 Mio. EUR auf 5.378,5 Mio. EUR (1. Halbjahr 2011: 4.773,5 Mio. EUR). Wesentlicher Einflussfaktor hierfür war das deutlich ausgeweitete Geschäftsvolumen des Unternehmensbereiches Handel. Der Salzgitter-Konzern verbuchte im ersten Halbjahr 2012 -17,9 Mio. EUR Vorsteuerergebnis (1. Halbjahr 2011: 130,0 Mio. EUR) und zeigt damit nach schwierigem Start in das neue Geschäftsjahr einen aufwärtsgerichteten Trend. Im Abschluss sind in Summe 34,6 Mio. EUR Nachsteuerbeitrag der at-equity einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG enthalten (1. Halbjahr 2011: 46,5 Mio. EUR). Das Konzern-Nachsteuerresultat betrug -22,5 Mio. EUR (1. Halbjahr 2011: 93,7 Mio. EUR). Dank seiner breiten Aufstellung und unveränderten 43 % Eigenkapitalquote sowie 535 Mio. EUR Nettofinanzposition präsentiert sich der Salzgitter-Konzern in ausgesprochen solider Verfassung.

K+S legt bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu

Der Umsatz des zweiten Quartals lag mit 996,5 Mio. € um 174,8 Mio. € bzw. 21 % über dem Vorjahreswert; Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des zweiten Quartals 2012 stieg um 16 % auf 275,8 Mio. € (Q2/11: 237,0 Mio. €). Im ersten Halbjahr erreichte das EBITDA 580,0 Mio. €, dies ist ein Rückgang von 8 % (H1/11: 627,6 Mio. €). Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit stieg im zweiten Quartal um 20,7 Mio. € bzw. 17 % auf 141,2 Mio. €. Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit der ersten sechs Monate ging im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 46,8 Mio. € bzw. 13 % auf 310,3 Mio. € zurück. Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit im zweiten Quartal bei 0,74 € (Q2/11: 0,63 €) Der Umsatz der K+S Gruppe dürfte im Geschäftsjahr 2012 einen Wert zwischen 3,9 und 4,2 Mrd. € (Vorjahr: 4,0 Mrd. €) erreichen. Der Umsatzprognose zugrunde gelegt ist ein US-Dollarkurs von 1,22 USD/EUR für die verbleibenden Monate; dies entspricht einem Jahresdurchschnittskurs von 1,26 USD/EUR (bisheriger Jahresdurchschnittskurs: 1,33 USD/EUR; 2011: 1,39 USD/EUR).

Nordex: Weniger Gewinn

Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich im ersten Halbjahr 2012 auf EUR -13,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.). Wesentlich war dabei der Druck auf die Turbinenpreise und mangelnde Auslastung der Kapa-zitäten. Durch das unterjährig gestiegene Geschäftsvolumen und eine um 2,4 Prozentpunkte verbesserte Brutto-Marge reduzierte sich der Verlust im zweiten Quartal auf EUR 4,2 Mio. (Q1/2012: EUR 9,0 Mio.). Zudem wirkte sich der Rückgang der Strukturkosten um 14 Prozent auf Mio. 94,7 Mio. (2011: EUR 109,8 Mio.) positiv aus. Dies ging auf den sinkenden sonstigen betrieblichen Aufwand zurück. Das Ergebnis entwickelte sich in den Segmenten unter-schiedlich. In Europa verbesserte sich der operative Gewinn zweistellig. Nach Zinsen und Steuern betrug der Konzernverlust EUR 23,3 Mio. (2011: EUR -4,1 Mio.).

LPKF steigert Umsatz und Ergebnis weiter

Der Spezialmaschinenbauer und Laserspezialist LPKF Laser & Electronics AG zeigte sich im zweiten Quartal 2012 unbeeindruckt von gedämpften konjunkturellen Aussichten in seinem Branchenumfeld. Die ungebremste Nachfrage nach Lasersystemen für die Produktion von elektronischen Bauteilen bescherte dem Unternehmen ein Umsatzplus von 34 % auf EUR 50,3 Mio. im ersten Halbjahr. Das Ergebnis legte sogar um 42 % auf EUR 7,4 Mio. zu. Die EBIT-Marge stieg von 14 % im Vorjahreszeitraum auf 15 %. Das zweite Quartal trug mit einem Umsatz von EUR 29,8 Mio. und einer EBIT-Marge von 18 % erheblich zu dem guten Halbjahresergebnis bei. Mit einem Auftragseingang von EUR 60,0 Mio. und einem Auftragsbestand von EUR 34,9 Mio. blickt das Unternehmen jetzt sehr zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte.

DAX-ANALYSTEN-EINSCHÄTZUNGEN

RBS Daily – DAX: Es fehlen neue Signale

HSBC Rückfall in den Trendkanal

Commerzbank ideas daily – DAX: seitwärts erwartet


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