E.ON lässt Atomausstieg hinter sich, Aktie wieder einen Trade wert (?)

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Mit den vorgelegten Eckdaten für das erste Halbjahr zeigt E.ON (WKN ENAG99), dass der Konzern mittlerweile die Folgen des deutschen Atomausstiegs überwunden hat und wieder bereit ist Geld zu scheffeln. Die Aktie könnte zu den Gewinnern 2012 gehören, was wir wiederum bei börsenblogger schon Ende 2011 geschrieben hatten..

E.ON konnte seine Ergebnisse im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum teilweise deutlich steigern. Demnach sei der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in den ersten sechs Monaten des Jahres voraussichtlich um 55,8 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro angestiegen. Im ersten Halbjahr 2011 lag dieser Wert noch bei 4,3 Mrd. Euro. Daneben geht E.ON von einem nachhaltigen Konzernüberschuss von rund 3,3 Mrd. Euro (Vorjahr rund 0,9 Mrd. Euro) aus. Die offiziellen Zahlen folgen am Montag.

Laut Unternehmensanagaben waren für die deutliche Ergebnissteigerung vor allem die nachverhandelten Gaslieferverträge mit Gazprom und der Wegfall der einmaligen Belastungen aus dem deutschen Kernenergieausstieg im ersten Halbjahr des Vorjahres verantwortlich. Gleichzeitig bestätigte E.ON seine Jahresprognose. Hierbei sollen für das Gesamtjahr 2012 ein Konzern-EBITDA zwischen 10,4 und 11,0 Mrd. Euro und ein nachhaltiger Konzernüberschuss zwischen 4,1 und 4,5 Mrd. Euro erreicht werden.

Bildschirmfoto 2012-08-07 um 17.11.41.png Aufgrund dieser positiven Überraschung machten die Anleger die Aktie des Konzerns heute zu einem der Gewinner im DAX. Auch der Wert der Aktie des Konkurrenten RWE (WKN 703712) wurde dabei nach oben mitgezogen. Für das E.ON-Papier bedeutete dies einen weiteren Anstieg, nachdem die Aktie seit Anfang Juni um mehr als 20 Prozent und seit Jahresbeginn um rund 30 Prozent an Wert zulegen konnte. Offensichtlich sind die Anleger überzeugt, dass E.ON nun endgültig der Turnaround nach dem deutschen Atomausstieg geglückt ist. Zudem bleibt die Bewertung der Aktie mit einem 2012er-KGV von 9 und einer Dividendenrendite von 6,3 Prozent weiterhin sehr attraktiv.


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