Langfristig trendig: Der Catwalk von HUGO BOSS

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Mit dem Modekonzern Hugo Boss (WKN A1PHFF) zeigte sich ein weiteres deutsches Unternehmen unbeeindruckt von dem derzeitigen Krisengerede. Der Konzern konnte dabei im zweiten Quartal zweistellige Zuwachsraten bei den wichtigsten Kennzahlen verbuchen, dem Aktienkurs half dies zunächst allerdings wenig.

Im zweiten Quartal konnte Hugo Boss den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 485,4 Mio. Euro steigern. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 23 Prozent auf 78 Mio. Euro zu. Unter dem Strich wies der Modekonzern beim Nettoergebnis einen Anstieg von 27 Prozent auf 42,0 Mio. Euro aus, nach 33,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum und übertraf damit die Analystenerwartungen. Für das Gesamtjahr möchte Hugo Boss einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 10 Prozent erreichen. Das bereinigte EBITDA soll laut Unternehmenseinschätzungen um 10 bis 12 Prozent steigen. Beim Nettoergebnis wir ebenfalls ein Anstieg erwartet.

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Dagegen konnte die im MDAX gelistete Aktie von Hugo Boss nicht von den sehr guten Ergebnissen des ersten Quartals profitieren. Das Papier verlor zwischenzeitlich mehr als 5 Prozent an Wert. Offensichtlich zeigten sich die Anleger enttäuscht, dass sich das Unternehmen, trotz der sehr guten Geschäftsentwicklung bei der Prognose nicht ein wenig mehr aus dem Fenster gelehnt hat. Allerdings könnten viele Aktionäre die guten Ergebnisse auch zum Anlass für Gewinnmitnahmen genutzt haben, nachdem das Papier allein im Juli etwa 15 Prozent an Wert zulegen konnte. Dagegen dürfte die Aktie trotz eines 2012er-KGV von 18 (und einer Dividendenrendite von 3,9 Prozent) immer noch nicht zu teuer bewertet sein.


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