Commerzbank: Gut dass es „Super“-Mario und sein Kursfeuerk gibt…

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Vor wenigen Tagen befand sich die Aktie der Commerzbank (WKN 803200) auf direktem Weg Richtung 1 Euro-Marke und stand wie bereits im vergangenen Jahr kurz davor den unrühmlichen Titel eines Penny-Stocks zu erhalten. Doch auch dieses Mal konnte das Papier diesem Schicksal entrinnen und befindet sich seit den Aussagen des EZB-Chefs Mario Draghi zur Eurorettung auf einem beachtlichen Erholungskurs, der den Aktienkurs innerhalb weniger Tage um mehr als 10 Prozent ansteigen ließ. Doch die Frage für die leid-geplagten Commerzbank-Aktionäre bleibt: Hält dieser Aufstiegskurs an, oder verpufft er wie diejenigen zuvor?

Schauen wir uns nur einmal diesen Chart an. Da kommen dann schon Tränen auf…

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Quelle: comdirect

Bleiben wir bei den Fakten: Dabei dürfte die Entscheidung darüber, ob die Commerzbank-Aktie ihren Aufstiegskurs fortsetzen kann sehr stark davon abhängen, ob Mario Draghi seinen teilweise markigen Worten auch Taten folgen lassen wird. Dabei hat zwar auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel unlängst erklärt, alles für die Eurorettung tun zu wollen, doch ihre Vorstellung vom „allem“ beinhaltet bisher beispielsweise kein Euro-Bonds. Außerdem ist der deutsche Widerstand gegenüber den gehandelten Anleihekäufen seitens der EZB sehr groß. Die deutsche Position bleibt auch weiterhin, dass die EZB ausschließlich für die Geldwertstabilität zuständig sein sollte und nicht für die Finanzierung von Staatsdefiziten. Zudem sind die Deutschen in Sachen Inflation gebrandmarkt und möchten sich nur ungern einer solchen Gefahr aussetzen.

Somit dürften vor allem die Commerzbank-Aktionäre am Donnerstag gebannt den Worten Mario Draghis lauschen und auf die Ankündigung von Anleihekäufen hoffen. Sollte er sie allerdings enttäuschen, könnte die gesamte Euphorie der letzten Tage, die um den deutschen Leitindex DAX, aber auch um die Commerzbank-Aktie entfacht wurde, wieder dahin sein.

Die Situation bei dem Papier der Commerzbank hat sich dabei trotz der jüngsten Volatilität nicht großartig verändert. Zum einen sollten risikoscheue Anleger auch weiterhin die Finger davon lassen. Allerdings bietet die Aktie, trotz der Rallye der vergangenen Tage immer noch eine sehr günstige Bewertung und einen guten Einstiegszeitpunkt für all diejenigen Anleger, die sehr starke Nerven haben und womöglich weitere Kursstürze ohne in Panik zu verfallen überstehen können. Denn sollte die zweitgrößte deutsche Bank die Euro-Krise tatsächlich überstehen, besteht ein enormes Kurspotenzial von dem aktuellen Niveau bei rund 1,25 Euro.


3 KOMMENTARE

  1. Wie weit sinken die Sparzinsen noch? – Nächste Leitzinssenkung klopft an…

    Eine Zinssenkung nach der anderen müssen Sparer derzeit erleben. Auf heute sind die Zinsen für das Tagesgeld der Bank of Scotland gesunken, von 2,25 Prozent p.a. auf nun nur noch 2,00 Prozent p.a. Morgen folgt die ING-DiBa mit dem gleichen Zinsschritt …

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