Wochenrückblick KW 30: Überraschung und Enttäuschung im DAX, Apple und Facebook patzen

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Die Woche abgelaufene Woche war mit Sicherheit einer der Höhepunkte der laufenden Berichtssaison. Von Flop bis Top war alles dabei und EZB-Chef Draghi sorgte mit vagen Ankündigungen zu weiteren Anleihekäufen für ein Kursfeuerwerk. Auch Merkel und Hollande stießen am Freitag noch einmal ins selbe Horn. Und so hielt sich die Hausse bis zum Freitag und die Woche konnte deutlich im Plus beendet werden. In der kommenden Woche stehen dann erneut die Arbeitsmarktdaten im Blick. Doch auch in Sachen Quartalszahlen wird es nicht ruhig. Erneut berichten einige deutsche Blue Chips und Nebenwerte über das abgelaufene Quartal.

Der DAX und sein Chart

Für den deutschen Leitindex DAX ging es am Freitag noch einmal deutlich nach oben. Damit erfolgen wie in unserem Ausblick DAX geschrieben, noch einmal deutliche Kurssteigerungen. Für kommende Woche steht nun ein Angriff auf das Hoch der vergangenen Woche bei 6.776 an. Wird dies überwunden, ist ein weiterer Anstieg in Richtung 6.900 zu erwarten.

Einzeltitel aus Deutschland

Die vergangene Woche war ein Woche der Quartalszahlen. Es gab Überraschungen und Enttäuschungen. Doch insgesamt überwog das Positive. Die erste Überraschung gelang am Dienstag SAP (WKN 716460). Den Umsätzen auf Rekordniveau folgte nun der Ausweis eines im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerten Gewinns. Aufgrund der starken Zahlen im zweiten Quartal bekräftigte SAP zudem seine Jahresprognose.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Dieser Betraf die Deutsche Bank (WKN 514000). Aufgrund der Euro-Krise wurde ein Gewinneinbruch gemeldet, was auch dem Kurs nicht gut tat. Sorgenvoll richtet sich nun der Blick auf die Commerzbank (WKN 803200) Deren Zahlen werden am 9. August veröffentlicht.
Am Mittwoch wiederum überzeugte dann Daimler (WKN 710000). Trotz Gewinnrückgang waren die Aktionäre begeistert, wie der Kurssprung zeigte. Nicht ganz so begeistert waren die Aktionäre von den Zahlen von VW (WKN 766403), Siemens (WKN 723610) und BASF (WKN BASF11). Deren Kurse rutschten nach Quartalszahlen allesamt ins Minus, doch teils zu Unrecht, wie wir hier schrieben.
Am Freitag schließlich lieferte auch der Gase- und Anlagenbaukonzern Linde (WKN 648300) solide Zahlen und umschiffte also erfolgreich die Euro-Krise.
Gute Nachrichten kamen in der vergangenen Woche darüberhinaus von Sky Deutschland (WKN SKYD00), wo Brian Sullivan, der Chef des im MDAX notierten Bezahlsenders, erneut gute Stimmung verbreitete. Tenor: Schwarze Zahlen direkt voraus! Warum man dennoch nicht blauäugig einsteigen sollte, schreiben wir hier. Ähnlich sieht es bei SolarWorld (WKN 510840) aus. Trotz Umfinanzierung und Auseinandersetzung mit der chinesischen Kokurrenz ist hier noch längst nicht alles in Butter.
Die Software AG (WKN 330400), Deutschlands zweitgrößter Softwareanbieter, konnte für das zweite Quartal mit dem brummenden Lizenzgeschäft einen wahren Hoffnungsträger präsentieren.
Gute Nachrichten kamen auch von den deutschen Spezialisten im Bereich Bahntechnik und Infrastruktur Vossloh (WKN 766710) und Schaltbau (WKN 717030). Die Gewinne sind zwar rückläufig, doch die Prognosen wurden bestätigt. Mehr dazu hier.

Internationale Einzelwerte

Auch international wurden in der vergangenen Woche Überraschungen und Enttäuschungen präsentiert. Solide Zahlen gab es u.a. von den Luftfahrtriesen Boeing (WKN 850471) und EADS (WKN 938914). Bei Philips (WKN 940602) zeigt die Restrukturierung Früchte. Aktionäre fragen sich, ob nun die 20-Euro-Marke fällt? Bei Roche (WKN 855167) wiederum geht die Umstrukturierung ins Geld, weshalb sich Anlegern nun Einstiegschancen bieten.
Beim amerikanischen Chemiesektor kamen derweil positive Meldungen. Die DuPont-Ergebnisse lieferten einen Vorgeschmack auf die soliden BASF-Zahlen. Dagegen wiederum enttäuschte McDonald’s (WKN 856958) die Erwartungen.
Eine wahre Horrorwoche mussten dagegen die Tech-Anleger abschließen. Nach Apple (WKN 865985) patzte am Donnerstag auch Facebook (WKN A1JWVX). Zusammen mit Zynga (WKN A1JMFQ) gehörte die Aktie zu den schwächsten Werten an der NASDAQ.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

Die Quartalszahlensaison geht derweil in der kommenden Woche weiter. Es berichten u.a. Air France-KLM, Anadarko, GEA Group, HSBC und Reckitt Benckiser (Montag); Bayer, BP, dab bank, Deutsche Bank, Electronic Arts, Erste Group, Goodyear, HeidelbergCement, Hugo Boss, Infineon, METRO, Pfizer, UBS und U.S. Steel (Dienstag); BMW, Burger King, Dürr, First Solar, Fresenius Medical Care, Fresenius, Henkel, MasterCard, Schneider Electric, Société Générale und Time Warner (Mittwoch); Balda, BayWa, Beiersdorf, BNP Paribas, Continental, Deutsche Post, Drägerwerk, FUCHS PETROLUB, Kellogg, Kraft Foods, Loewe, Lufthansa und ProSiebenSat.1 Media (Donnerstag); Allianz, AXA, ElringKlinger und Hawesko (Freitag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Konjunkturseitig stehen am Dienstag vor allem US-Daten im Fokus. Neben dem Case Shiller Hauspreisindex (Mai), werden auch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex (Juli) und das Verbrauchervertrauen des Conference Board (Juli) bekannt gegeben. Am Mittwoch folgen der ADP-Arbeitsmarktbericht (Juli), der ISM-Einkaufsmanagerindex (Juli) sowie am Abend das Ergebnis der Fed-Sitzung und die monatlichen Automobilabsatzzahlen. Am Donnerstag folgen die Bank of England und die EZB mit ihrer Zinsentscheidung, bevor am Freitag vor allem die US-Arbeitsmarktdaten den Markt beherrschen werden.


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