Boeing beeindruckt, EADS zieht nach!

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Da sage doch einer die Euro-Krise hat nicht auch ihre guten Seiten. Da wäre zum Beispiel das fast geschenkte Geld, das Deutschland derzeit an den Finanzmärkten aufgrund der Sorgen um die anderen Länder der Eurozone erhält. Für den Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (WKN 938914) bedeutet der schwächelnde Euro zudem verbesserte Gewinne. Außerdem kann der Konzern von der hohen Flugzeugnachfrage bei der Tochter Airbus profitieren, was eine positive Wirkung auf die Ergebnisse des zweiten Quartals entfaltete und gleichzeitig für ein Anheben der Prognose sorgte.

Insgesamt konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 13,5 Mrd. Euro gesteigert werden. Beim Nettogewinn ging es um satte 281 Prozent auf 461 Mio. Euro nach oben. Aufgrund der Verzögerungen beim Flugzeugprogramm A350 und den notwendigen Reparaturen der Haarrisse an den Flügeln des A380 hatten Analysten mit einem schwächeren Ergebnis gerechnet. Auf Halbjahressicht verbesserte EADS den Umsatz um 14 Prozent auf 24,9 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis belief sich auf 594 Mio. Euro bzw. 0,73 Euro je Aktie, nach 109 Mio. Euro bzw. 0,13 Euro im ersten Halbjahr 2011. Aufgrund dieser guten Geschäftsentwicklung hob das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr an. Demnach dürfte der Konzernumsatz 2012 um rund 10 Prozent weiter wachsen. Außerdem rechnet EADS mit einem Gewinn je Aktie vor Einmaleffekten von rund 1,95 Euro, nach 1,39 Euro im Vorjahr.

Nach diesen Erfolgsmeldungen schoss die EADS-Aktie am Freitag um mehr als 6 Prozent in die Höhe und über die Marke von 30 Euro. Damit gerät auch das Jahreshoch von 31,69 Euro wieder in greifbare Nähe. Aufgrund der nun vorgelegten Zahlen und einer sehr guten Auftragslage, vor allem bei Airbus, könnte sich dieser Trend fortsetzen. Dabei ist das Papier mit einem 2012er-KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 2,1 Prozent relativ günstig zu haben.

Somit braucht sich EADS auch gar nicht im Hinblick auf die bereits am Mittwoch vorgelegten Zahlen des Airbus-Konkurrenten Boeing (WKN 850471) zu verstecken. Dieser lieferte beeindruckende Quartalszahlen ab. Das Unternehmen verbuchte im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatz von 20,0 Mrd. US-Dollar und damit 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Nettogewinn ging es um 3 Prozent auf 967 Mio. US-Dollar bzw. 1,27 US-Dollar je Aktie nach oben. Diese Zahlen wirken umso beeindruckender, da die Analysten zuvor von einem Gewinnrückgang auf 1,12 US-Dollar je Aktie ausgegangen waren. Auch beim Umsatz wurden die Erwartungen geschlagen. Diese bewegten sich im Schnitt bei 19,4 Mrd. US-Dollar. Als ob das nicht schon ausreichen würde, nutzte Boeing die Gelegenheit die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das gesamte Jahr nach oben zu schrauben. Das Unternehmen rechnet nun mit einem EPS von 4,40 bis 4,60 US-Dollar. Bisher war man von einer Spanne von 4,15 bis 4,35 US-Dollar ausgegangen. Der Umsatz soll am Jahresende zwischen 79,5 und 81,5 Mrd. US-Dollar ins Ziel kommen.


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