Roche: Umstrukturierung geht ins Geld, Anlegern bietet sich Einstiegschance

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Bildquelle: Pressefoto Roche

Eine Umstrukturierung und Neuaufstellung kann so richtig ins Geld gehen. Das musste jetzt der Schweizer Pharmakonzern Roche (WKN 855167) feststellen. Denn während Analysten mit einem leichten Gewinnanstieg für das erste Halbjahr gerechnet hatten, sorgten die Aufwendungen für verschiedene Umstrukturierungsmaßnahmen dafür, dass das Unternehmen einen Gewinnrückgang verbuchen musste.

Im ersten Halbjahr verdiente Roche unter dem Strich mit 4,37 Mrd. Schweizer Franken 17 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Schweizer machten hierfür vor allem die höheren Kosten im Zusammenhang mit der Schließung des US-Standorts Nutley und einiger weiterer Umstrukturierungen bei den Forschungsaktivitäten des Unternehmens verantwortlich.

Dagegen konnte Roche sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode zulegen. Dabei wurde der Betriebsgewinn um 5 Prozent auf 8,64 Mrd. Schweizer Franken gesteigert. Beim Umsatz ging es um 3 Prozent auf 22,42 Mrd. Schweizer Franken nach oben. Auch der Kerngewinn je Genussschein und Inhaberaktie konnte um 8 Prozent auf 6,94 Schweizer Franken nach oben geschraubt werden. Hierbei werden die Sonderkosten und Wechselkurseinflüsse nicht berücksichtigt.

Daraufhin bestätigte Roche seine Jahresprognose, nach der der Kerngewinn im laufenden Geschäftsjahr um einen hohen einstelligen Prozentbetrag steigen soll. Der Umsatz soll dagegen um einen niedrigen bis mittleren Prozentbetrag nach oben klettern. Außerdem hat Roche, laut Aussagen des Chefs Severin Schwan seine Akquisitionstätigkeiten, trotz der gescheiterten Illumina-Übernahme nicht aufgegeben. Demnach ist das Unternehmen auf der Suche nach weiteren kleinen und mittelgroßen „Ergänzungsakquisitionen.“

In einer ersten Reaktion auf das Gesamtgebilde aus Halbjahreszahlen und den Zukunftsaussichten des Unternehmens schickten die Anleger den Roche-Genussschein um etwa 1 Prozent nach unten. Damit wurde die leichte Abwärtsbewegung der letzten Tage ein wenig verstärkt, nachdem das Papier jedoch seit Anfang Juni um etwa 15 Prozent an Wert zugelegt hatte. Sollte man als Anleger davon überzeugt sein, dass dieser Aufwärtstrend eine Fortsetzung findet, bekommt man das Papier derzeit zu einer durchaus attraktiven Bewertung, mit einem 2012er-KGV von 12,6 und einer Dividendenrendite von 4,3 Prozent.

Bildquelle: Pressefoto Roche


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