Boeing liefert beeindruckende Zahlen, kann EADS kontern?

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In dieser Woche wird der ewige Kampf zwischen Boeing (WKN 850471) und Airbus weniger über den Wolken ausgetragen, sondern vielmehr bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse. Dabei waren die Amerikaner schon heute an der Reihe und konnten einen ersten beeindruckenden Schlag abgeben, während die Airbus-Mutter EADS (WKN 938914) ihre Ergebnisse für das zweite Quartal am Freitag bekannt geben wird. Warten wir es also ab, ob der Konter erfolgreich ausfallen wird.

Boeing verbuchte im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatz von 20,0 Mrd. US-Dollar und damit 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Nettogewinn ging es um 3 Prozent auf 967 Mio. US-Dollar bzw. 1,27 US-Dollar je Aktie nach oben. Diese Zahlen wirken umso beeindruckender, da die Analysten zuvor von einem Gewinnrückgang auf 1,12 US-Dollar je Aktie ausgegangen waren. Auch beim Umsatz wurden die Erwartungen geschlagen. Diese bewegten sich im Schnitt bei 19,4 Mrd. US-Dollar.

Als ob das nicht schon ausreichen würde, nutzte Boeing die Gelegenheit die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das gesamte Jahr nach oben zu schrauben. Das Unternehmen rechnet nun mit einem EPS von 4,40 bis 4,60 US-Dollar. Bisher war man von einer Spanne von 4,15 bis 4,35 US-Dollar ausgegangen. Der Umsatz soll am Jahresende zwischen 79,5 und 81,5 Mrd. US-Dollar ins Ziel kommen. Aufgrund dieser positiven Nachrichten schaffte es die Boeing-Aktie vorbörslich rund 4 Prozent an Wert dazuzugewinnen.

Damit dürfte Boeing auch EADS beeindruckt haben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern wird seine Zahlen am Ende der Woche präsentieren, wobei im Vorfeld die Aufgabe des Verkaufsziels von Airbus für sein Prestigeobjekt A380 negative Stimmung verbreitet hatte. Ursprünglich wollte Airbus in diesem Jahr 30 dieser Riesen-Vögel an die Fluglinien bringen, allerdings bevorzugen diese nun eher kleinere Maschinen.

Deshalb dürfte die unveränderte Einstufung der EADS-Aktie mit einem „buy“ von Seiten der UBS-Analysten Charles Armitage und Rami Myerson ein wenig Linderung verschaffen. Das 12-Monats-Kursziel von 35,00 Euro wurde ebenfalls bestätigt. Außerdem sehen sie die Möglichkeit, dass EADS die Guidance für das Gesamtjahr anheben könnte. Das Unternehmen selbst rechnet mit einem EBITA vor Sondereinflüssen von mehr als 2,5 Mrd. Euro, während sich die UBS-Schätzung bei 2,7 Mrd. Euro bewegt.


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