Software AG: Brummendes Lizenzgeschäft beflügelt Aktienkurs

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Nachdem die Software AG (WKN 330400) im ersten Quartal des Jahres sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen hatte, stand für das zweite Quartal ein marginales Umsatzwachstum, während der Gewinn einmal mehr rückläufig war. Jedoch konnte Deutschlands zweitgrößter Softwareanbieter mit dem brummenden Lizenzgeschäft einen wahren Hoffnungsträger präsentieren, weshalb die Anleger den Aktienkurs des Unternehmens in der Zwischenzeit um fast 10 Prozent nach oben schickten und zum besten Performer im TecDAX machten.

Zu den nackten Zahlen: Das Unternehmen aus Darmstadt konnte den Gesamtumsatz um 1 Prozent auf 258,6 Mio. Euro steigern. Die Software AG erzielte im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 57,1 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 22,1 Prozent (Vorjahr: 58,9 Mio. Euro und 22,9 Prozent). Das Nettoergebnis belief sich auf 37,5 Mio. Euro, nachdem ein Jahr zuvor ein Wert von 38,7 Mio. Euro erreicht werden konnte.

Auf Unternehmensseite konnte man sich ganz besonders über den starken Zuwachs im Lizenzgeschäft freuen. Dort wurde der Gesamtumsatz um 32 Prozent auf 76 Mio. Euro gesteigert. Zu diesem Wachstum hatten vor allem die Geschäftsbereiche in Europa, Südafrika und Amerika beigetragen. Allerdings brachten die verstärkten Vertriebs- und Marketingaktivitäten auch höhere Kosten mit sich. Dazu sagte Arnd Zinnhardt, Finanzvorstand der Software AG: „Unsere Investitionen in Vertrieb und Marketing bewirken nachhaltiges Wachstum und zeigen erste Erfolge in Nordamerika. Daher werden wir unsere Investitionen in Vertriebs- und Marketingaktivitäten in den kommenden Quartalen weiter fortsetzen.“ Zudem gab das Unternehmen mehr für Forschung und Entwicklung als ein Jahr zuvor aus.

Mit den verstärkten Ausgaben für Vertrieb und Marketing sowie für Forschung und Entwicklung möchte die Software AG ein Fundament für zukünftiges Wachstum legen. Dies und die hoffnungsvolle Entwicklung des Lizenzgeschäfts könnten der Aktie des Unternehmens aus seiner jüngsten Stagnation heraushelfen. Dabei wurde im Juli ein guter Anfang gemacht, denn im bisherigen Monatsverlauf konnte das Papier um mehr als 10 Prozent zulegen. Fragt sich nur ob dieser Aufwärtstrend anhält, oder wie die vorherigen verpufft. Bei einem 2012er-KGV von 11,4 und einer Dividendenrendite von 1,9 Prozent lohnt sich ein Blick auf die Software-Aktie allerdings allemal.


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