Philips: Restrukturierung zeigt Früchte – Fällt jetzt die 20-Euro-Marke?

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Das waren noch Zeiten, als die Menschen Musik über Radios oder CDs hörten und nicht über iPods. In dieser Zeit gehörte Philips (WKN 940602) zu den führenden Elektronikkonzernen der Welt. Doch nachdem die Niederländer ein wenig ins Hintertreffen geraten waren, sollen ein strikter Sparkurs und die Konzentration auf die renditeträchtigen Technologien und Märkte Philips wieder zum Erfolg führen. Dabei zeigt der Konzern mit den Zahlen für das zweite Quartal, dass er sich auf einem sehr guten Weg befindet.

Im zweiten Quartal erzielte Philips einen Nettogewinn von 167 Mio. Euro. Im Vorjahr stand aufgrund einer Goodwill-Abschreibung in Höhe von 1,39 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum noch ein Verlust von 1,34 Mrd. Euro in der Bilanz. Gleichzeitig wurden mit dem aktuellen Ergebnis die Analystenerwartungen von 104,2 Mio. Euro geschlagen. Beim Umsatz ging es von 5,21 Mrd. Euro auf 5,89 Mrd. Euro nach oben. Auf das erste Halbjahr gesehen erzielte Philips einen Gewinn von 415 Mio. Euro, nach einem Verlust von 1,21 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz wurde um 9,8 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro gesteigert.

Laut Unternehmensangaben konnte der niederländische Elektronikkonzern mit diesen Ergebnissen weitere Früchte seines Restrukturierungs- und Sparprogramms ernten. Daneben machte sich vor allem das gute Geschäft mit Medizintechnik, LED-Lampen und Unterhaltungselektronik in den Schwellenländern bemerkbar, wobei die Euro-Krise das Geschäft auf dem europäischen Heimatmarkt einmal mehr belastete. Trotzdem bekräftigte das Management die mittelfristigen Geschäftsziele.

Die aktuellen Philips-Zahlen zeigen, dass sich der Konzern auf einem guten Weg in Sachen Umstrukturierung befindet. Damit könnte auch der Aufwärtstrend der Philips-Aktie neue Nahrung erhalten. Immerhin konnte das Papier seit Anfang Juni fast 20 Prozent an Wert zulegen. Trotzdem dürfte die Aktie mit einem 2012er-KGV von 13,4 und einer Dividendenrendite von 4,6 Prozent unverändert sehr attraktiv bewertet sein. Damit die Zahlen und der Aktienkurs auch in Zukunft stimmen, möchte das Unternehmen seinen Sparkurs fortsetzen. Dabei sollen bis Ende 2014 rund 800 Mio. Euro in der Verwaltung, der IT, im Finanzressort sowie im Personalwesen und Immobilienmanagement eingespart werden. Damit könnte die Aktie auch wieder alte Höhen mit Kursen jenseits der 20-Euro-Marke erreichen. Erste Analysten sind bereits seit einiger Zeit dieser Ansicht. In der vergangenen Woche etwa bestätigten Sanford C. Bernstein & Co ihre outperform-Einschätzung mit Kursziel 22 Euro. Weitere positive Analystenstudien dürften in den kommenden Tagen bestimmt folgen. Der Optimismus ist jedenfalls bereits heute im Kursverlauf klar ersichtlich: +5 Prozent!


3 KOMMENTARE

  1. Die haben ja noch rechtzeitig die Kurve bekommen, bei Nokia sieht das aber ganz anders aus. Naja Totgesagte leben länger.

  2. Der Vergleich von Philips mit Nokia hinkt etwas. Dazu ist Philips viel zu breit aufgestellt. Bspw. der hochrentable Medizintechnikbereich. Sowas fehlt Nokia gänzlich.

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