Mit PorscheVolkswagen in eine neue Automobilwelt

0

Nun ist es offiziell: Die Übernahme von Volkswagen, Europas größten Automobilkonzern, durch den schwäbischen Sportwagenbauer Porsche ist vom Tisch. Stattdessen soll nun also per Fusion ein integrierter Automobilkonzern geschaffen werden. Dies gab Porsche im Anschluss an ein Treffen der beiden Eigentümerfamilien Porsche und Piëch bekannt. Die Finanzkrise hatte die ursprüngliche Übernahme unfinanzierbar gemacht.

In der Mitteilung heißt es zur zukünftigen Struktur des neuen „PorscheVolkswagen“-Konzerns:

Unter einer einheitlichen Führungsgesellschaft sollen in der Endstruktur zehn Marken nebeneinander stehen, wobei die Eigenständigkeit aller Marken und ausdrücklich auch von Porsche gewahrt bleibe. Auf dieser Grundlage werden die beiden Unternehmen Volkswagen und Porsche in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe die Gespräche unter maßgeblicher Einbeziehung des Landes Niedersachen als größten Mitaktionär sowie den Arbeitnehmervertretern beider Unternehmen vertiefen. Ziel ist es, in den nächsten vier Wochen eine entsprechende Entscheidungsgrundlage über die
zukünftige Struktur der gemeinsamen Gruppe zu entwickeln.

Damit wird die bisherige enge Zusammenarbeit endlich auf eine gemeinsame Basis gestellt. Gemeinsame Modellplattformen wie etwa im SUV-Bereich dürften erst der Anfang der künftigen Verzahnung darstellen. Die Position als einer der führenden Automobilkonzern wird zudem deutlich gefestigt. Noch offen ist derzeit, wer künftig die Führung übernimmt: Porsche-Chef Wiedeking oder VW-Chef Winterkorn? Da VW aber bereits zu mehr als 50 Prozent zu Porsche gehört, dürfte eine (teilweise) Machtverlagerung nach Stuttgart wohl sicher sein. Interessant wird noch die Einbeziehung des VW-Großaktionärs Niedersachen. Aber auch hier sollte eine Lösung erreichbar sein. Eine Sperrminorität wird aber wohl nur mit Problemem durchführbar sein. Wie es für die weiteren Aktionäre weitergeht ist ebenfalls noch offen. Besonders die Besitzer der Vorzugsaktien von Porsche und VW werden irgendwie berücksichtigt werden müssen. Um eine Einflussnahme zu verhinden wird auch der neue „PorscheVolkswagen“-Konzern wohl Vorzugs- und Stammaktien ausgeben. Die Meldung sorgt zumindest bei den Porsche-Aktionären für gute Laune. Bis zum späten Abend legte die Porsche-Aktie fast 5 Prozent zu. Bei den VW-Stämmen dagegen ging es fast 4 Prozent nach unten. Der morgige Handelstag wird aber sicher mehr Klahrheit bringen.


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here