Made in Germany: Drei aussichtsreiche Aktien wie Vossloh aus dem Bereich Bahntechnik

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Die Deutsche Bahn ist sicherlich nicht jedermanns Freund. Verständlich, wenn man immer wieder in überfüllten ICEs sitzt. Auch als Anleger wäre man sicherlich bei der Aktie nicht unbedingt in der vordersten Reihe – aber deshalb ist wohl das IPO auch für die nächsten Jahre nicht geplant… Dennoch gibt es ein paar solide Aktien, die im Bereich Bahntechnik und Infrastruktur durchaus in das persönliche Depot reinfahren könnten. Ein kurzer Überblick.

MDAX: Vossloh wieder im leichten Aufwind?

Eine der Top-Aktien hierzu ist sicherlich die im MDAX notierte Vossloh AG. Das Unternehmen ist weltweit in ausgewählten Märkten für Bahn-Infrastruktur und Bahntechnik tätig. Zur Vossloh-Gruppe zählen rund 90 Gesellschaften in knapp 30 Ländern. Mit über 5.000 Mitarbeitern erwirtschaftete der Konzern 2011 einen Konzernumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro. Davon wurden knapp 80 Prozent außerhalb Deutschlands erzielt, insbesondere in anderen europäischen Märkten. Außerhalb Europas lag der Umsatzanteil bei rund 30 Prozent. Das Unternehmen arbeitet solide, die Aktie ist derzeit wieder in einem leichten Aufwärtstrend. GD100, GD200, Momentum und Bollinger Bände stehen auf Grün. Das 2012er-KGV steht derzeit bei 13,4, die Dividendenrendite bei passablen 3,79% – es gibt schlechtere Werte in der DAX-Familie gelistet…

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Quelle: comdirect

SDAX: Schaltbau bleibt Wachstumskurs treu

Die Aktie des Verkehrstechnikkonzerns Schaltbau (WKN 717030) macht sich derzeit erneut auf den Weg ihr Allzeithoch von 84,50 Euro zu überwinden. Doch für das im SDAX gelistete Papier könnte diese Marke lediglich eine Durchgangsstation auf dem Weg zu einer dreistelligen Notierung sein. Denn das Unternehmen befindet sich auch weiterhin auf einem Wachstumspfad, den die Schaltbau Holding AG auch mit Übernahmen vorantreibt. Dabei sollen jedoch vor allem der Ausbau der Bahntechnik in den Emerging Markets wie China und Indien zum Wachstum beitragen sowie die Modernisierung der Bahntechnik in den USA.

Trotz dieser Zukunftsaussichten und des beachtlichen Aufwärtstrends, den die Aktie des Unternehmens in den vergangenen Jahren bereits hingelegt hat, ist das Papier mit einem 2012er-KGV von 9 und einer Dividendenrendite von 2,25 Prozent immer noch sehr attraktiv bewertet. Immerhin konnte die Aktie innerhalb eines Jahres um fast 40 Prozent zulegen. Seit Ende 2009 konnte der Wert des Papiers sogar mehr als verdoppelt werden.

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Quelle: comdirect

Nebenwert: init ist in der weltweiten Nische zu Hause

Neben den klassischen Eisenbahnen bietet auch der Nahverkehr spannende Unternehmen. Die Karlsruher init AG (WKN 575980) ist so ein Fall. Der weltweit führende Anbieter auf dem Gebiet der Telematik- und elektronischen Zahlungssysteme für Busse und Bahnen erzielte 2011 einen Umsatz von 88,7 Mio. Euro und einen Gewinn von 1,51 Euro je Aktie. Davon wurden allein 80 Cent als Dividende ausgeschüttet, was einer stattlichen Dividendenrendite von derzeit 4,2 Prozent entspräche.

Doch neben Aufträgen aus Denver und Abu Dhabi war auch der deutsche Heimatmarkt zuletzt sehr erfolgreich. Der größte Auftrag der Firmengeschichte kommt aus dem Ruhrgebiet und umfasst mehr als 35 Mio. Euro. Dabei erhält der Nahverkehr in Düsseldorf, Duisburg, Essen und Mülheim eine neue Funk- und Leittechnik.

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Quelle: comdirect

Die Aktie konnte im vergangenen halben Jahr 35 Prozent zulegen und nimmt nun das zweite Mal innerhalb von 12 Monaten Kurs auf das Allzeithoch bei knapp 20 Euro. Mit dem Großauftrag im Rücken könnte dies auch gut gelingen.


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