Novartis: Wenn nur nicht der starke US-Dollar wäre…

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Bildquelle: Pressefoto Novartis

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis (WKN 904278) hatte auch im zweiten Geschäftsquartal unter den Folgen der Euro-Krise zu leiden. Dabei sorgen die Probleme der europäischen Gemeinschaftswährung für einen starken US-Dollar. Außerdem haben viele Regierungen aufgrund der auferlegten Sparmaßnahmen, ihre Gesundheitsausgaben teilweise drastisch nach unten gefahren.

Beim Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 14,30 Mrd. US-Dollar verzeichnet. Ohne die Währungseffekte stünde allerdings ein leichter Umsatzanstieg von 1 Prozent. Der Reingewinn konnte mit 2,73 Mrd. Euro auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Jedoch schaffte es das Unternehmen die Analystenerwartungen zu übertreffen. Diese bewegten sich im Vorfeld der Zahlenbekanntgabe bei 2,47 Mrd. US-Dollar. Auf das erste Halbjahr gesehen ging es beim Reingewinn im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 5,06 Mrd. US-Dollar nach unten. Der Halbjahresumsatz ging um Prozent auf 28,04 Mrd. US-Dollar zurück.

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Quelle: comdirect

Trotz der Probleme durch den starken US-Dollar und die schwächelnde Nachfrage aufgrund der Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen, zeichnete CEO Joseph Jimenez ein positives Zukunftsbild: „Novartis erreichte im zweiten Quartal acht wichtige regulatorische Meilensteine, darunter eine Empfehlung des CHMP für Afinitor zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs. Damit konnten wir unsere zukünftigen Wachstumsaussichten weiter stärken. Unterstützt wurde dies durch unsere anhaltende Ausrichtung auf die Verjüngung unseres Portfolios, wobei die jüngst eingeführten Produkte heute 29 Prozent des Nettoumsatzes des Konzerns erwirtschaften, gegenüber 25 Prozent im vergangenen Jahr.“

Die nun veröffentlichten Zahlen haben jedoch keine Auswirkungen auf die Prognose für das Gesamtjahr, denn die bisherige Performance im Jahr 2012 entspricht den unternehmenseigenen Erwartungen. Auf Konzernebene soll der Umsatz zu konstanten Wechselkursen das Vorjahresniveau erreichen. Ob dies allerdings ausreichen wird, dem Aufwärtstrend bei der Novartis-Aktie neue Nahrung zugeben, bleibt abzuwarten. Immerhin hat das Papier seit Anfang Juni um mehr als 10 Prozent an Wert zugelegt. Im Hinblick darauf, dürfte die Aktie mit einem 2012er-KGV von 11 und einer Dividendenrendite von 4,2 Prozent allerdings immer noch sehr attraktiv bewertet sein.

Bildquelle: Pressefoto Novartis


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