SAP: Rekordzahlen mit Ansage!

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Noch im ersten Quartal hatte SAP (WKN 716460), Europas größter Softwarehersteller und die weltweite Nummer eins Im Bereich Unternehmens-Software die Erwartungen der Anleger mit einem schwachen Umsatzwachstum enttäuscht. Jedoch versprach der Konzern eine deutliche Verbesserung für das zweite Quartal und nun scheint SAP diesen Worten auch nackte Zahlen folgen zu lassen.

Zwar konnte SAP im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz zulegen, jedoch wurden die Erwartungen an die Ergebnisse des ersten Quartals, vor allem aufgrund der schwachen Zahlen bei den Software-Erlösen, enttäuscht. Allerdings stellten die Walldorfer für das zweite Quartal ein verstärktes Wachstum in Aussicht, was dazu führte, dass die Jahresprognose beibehalten wurde.

Insgesamt wurde der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresergebnis um 11 Prozent auf 3,35 Mrd. Euro gesteigert. Beim Gewinn nach Steuern ging es um 10 Prozent auf 444 Mio. Euro nach oben. Bei den Software-Erlösen wurde ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten lediglich ein Anstieg von 1 Prozent verzeichnet. Hierfür war hauptsächlich der stockende Vertrieb in den USA verantwortlich. Dort wurde ein neues Vertriebssystem getestet, was sich jedoch als Fehlschlag erwies. Mittlerweile wurde sowohl das Vertriebsmodell ausgetauscht, genauso wie die Führung des US-Geschäfts.

Die Veränderungen in den USA sollten dem Unternehmen im zweiten Quartal einen währungsbereinigten Erlöszuwachs beim Software-Verkauf um 15 bis 20 Prozent bescheren. Nun konnte SAP laut vorläufigen Zahlen tatsächlich einen währungsbereinigten Zuwachs um 19 Prozent und damit sogar einen Anstieg auf die Rekordmarke von 1,06 Mrd. Euro verbuchen. Der Umsatz wurde im zweiten Quartal deutlich von 3,3 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 3,9 Mrd. Euro gesteigert.

Jedoch konnte SAP nicht die gleiche Wachstumsdynamik in Sachen Rentabilität an den Tag legen. Dabei macht sich auch der verstärkte Wachstumskurs des Unternehmens bemerkbar. Das Betriebsergebnis wurde im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 920 Mio. Euro gesteigert. Die operative Marge sank um 2,4 Prozentpunkte auf 23,6 Prozent, wobei hierfür auch die Übernahme des noch unprofitablen US-Cloud-Spezialisten SuccessFactors verantwortlich war. Außerdem stellt SAP derzeit verstärkt Mitarbeiter ein, um für das zukünftige Wachstum gewappnet zu sein.

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Quelle: comdirect

Am Tag der Veröffentlichung dieser Zahlen ging es für die SAP-Aktie zwischenzeitlich um mehr als 5 Prozent nach oben, wobei der schwache Gesamtmarkt dafür verantwortlich war, dass das Papier bis zum Handelsende einige dieser Gewinne abgeben musste. Ob dies nun der Start zu einem Aufwärtstrend bei der SAP-Aktie bedeutete, bleibt abzuwarten. Das Papier ist derzeit mit einem 2012er-KGV von 14,7 und einer Dividendenrendite von 1,8 Prozent sicherlich nicht billig, aber auch nicht überwertet. Ein lohnenswerter Langfrist-Tipp, wie ich finde…


3 KOMMENTARE

  1. […] SAP gilt als Europas größter Softwarehersteller und weltweit sogar als bester Unternehmenssoftware Hersteller. Die Zahlen im ersten Quartal waren jedoch recht enttäuschend. Doch der Konzern versprach Besserung und diese erfüllte er auch. Insgesamt konnte der Umsatz um 11 Prozent gesteigert werden und auch der Gewinn nach Steuern stieg an (um 10 Prozent). Die genauen Zahlen analysieren die Börsenblogger. // –> // –> // –> // –> // –> // –> // –> […]

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