GESCO kauft weiter ein

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Offensichtlich hat GESCO (WKN A1K020) eine weitere Perle im deutschen Mittelstand gefunden und vollständig übernommen. Damit verstärkt die Beteiligungsgesellschaft auch weiterhin seine Akquisitionstätigkeit, was zwar derzeit ein wenig auf die Rentabilität drückt, jedoch wird damit der zukünftige Geschäftserfolg gesichert.

Bei der jüngsten GESCO-Übernahme handelt es sich um die Modell Technik GmbH & Co. Formenbau KG, welche Formen und Werkzeuge für die Automobil- und Gasindustrie entwickelt und produziert. Das Unternehmen beschäftigt 107 Mitarbeiter und erwartet für 2012 einen Umsatz von etwa 12 Mio. Euro. Nur wenige Tage vorher vermeldete GESCO die Übernahme von 82,17 Prozent an der Protomaster Riedel & Co. GmbH. Protomaster ist auf den Prototypenbau sowie Klein- und Mittelserien von anspruchsvollen Außenhaut- und Strukturteilen sowie kompletten Baugruppen für die Automobilindustrie spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt rund 75 Mitarbeiter und erwartet für 2012 einen Umsatz von etwa 9 Mio. Euro.

Trotz der verstärkten Investitionstätigkeit und der negativen Auswirkungen durch die Euro-Krise erwartet GESCO auch in diesem Jahr starke Ergebnisse. Diese sollen allerdings beim Jahresüberschuss nicht ganz an das Rekordjahr 2011/12 heranreichen können. Dabei soll der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht auf rund 430 Mio. Euro anwachsen. Beim Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter sollen rund 20,5 Mio. Euro bzw. 6,17 Euro je Aktie stehen. Im Vorjahr waren es noch 22,6 Mio. Euro. Aufgrund der guten Aussichten könnte auch der Aufwärtstrend bei der GESCO-Aktie neue Nahrung erhalten. Dabei ist das Papier mit einem 2012er-KGV von 9,4 und einer Dividendenrendite von 4,1 Prozent attraktiv bewertet.

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Quelle: comdirect

Unabhängig von den aktuellen Geschäftsergebnissen dürfte GESCO seiner Philosophie treu bleiben, bei der das Unternehmen im Gegensatz zu Private-Equity-Gesellschaften die Investments langfristig anlegt. Die Rendite wird aus den laufenden Erträgen der Gesellschaften erwirtschaftet. GESCO verfolgt keine auf den späteren Verkauf der Beteiligungen zielende Exit-Strategie. Um diese Strategie auch in Zukunft erfolgreich verfolgen zu können, stehen GESCO in den kommenden Jahren eine ganze Reihe potenzieller Übernahmekandidaten mit ungeregelter Nachfolge zur Verfügung. Denn laut Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) sollen bis 2014 jedes Jahr 22.000 Unternehmen einen Nachfolger für den scheidenden Firmenchef suchen.


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