DAX: Sieht doch gar nicht mal so schlecht aus!

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Seit Anfang Juli hat sich die charttechnische Lage im DAX deutlich verbessert. Das deckt sich auch mit dem “großen” Marktlage-Bild der US-Börse, das in der Point&Figure-Charttechnik mit Hilfe des Bullish-Percent-Index der NYSE bestimmt wird. Hierbei finden über 3000 US-Aktien Berücksichtigung. Dabei wird täglich das Verhältnis der Aktien in einem Point&Figure-Kaufsignal zu der Gesamtheit der Aktien bestimmt.

Zuerst der Blick auf den Marktzustand: Der US-Markt weist ein Bull-Confirmed auf

Seit Mitte der vergangenen Woche befindet sich der Bullish-Percent-Index der NYSE zum ersten Mal seit Mitte Januar im bullenfreundlichsten Zustand Bull-Confirmed.

(Wer übrigens in Reaktion auf das Bull-Confirmed im Januar seine Aktienquote erhöht und ab Ende April aufgrund des Bear-Alerts wieder verringert hat, dürfte ja auch recht gut durch die letzten Wochen gekommen sein. Der Bullish-Percent-Index der NYSE ist immer sehr verlässlich bei der Beurteilung des aktuellen Marktzustands.)

NYSE BPI

© www.stockcharts.com

Also von der Marktlage her dürfte dem DAX in der nächsten Zeit erst einmal kein erneuter starker Gegenwind drohen.

Der Point&Figure-Chart des deutschen Leitindex in der Chartcraft-Einstellung mit aktuell 100 Punkten pro Kästchen bestätigt diese These:

DAX: Point&Figure-Kaufsignal im mittelfristigen Zeitfenster

Um die charttechnischen Aussichten des DAX auf Sicht von vier bis sechs Wochen zu ermitteln, verwende ich einen Point&Figure-Chart in der Chartcraft-Einstellung mit aktuell 100 Punkten pro Kästchen.

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Kaufsignal im mittelfristigen Zeitfenster

Und hier „erfreut“ der deutsche Leitindex die Aktien-Bullen mit einem Point&Figure-Kaufsignal. Dieses wurde am 2. Juli durch das Überschreiten von 6.500 Punkten generiert und weist ein erstes bereits berechenbares Kursziel von 7.200 Punkten auf.

Gefahr bei Unterschreiten von 6.100 Punkten

Dieses mittelfristige Kaufsignal wäre dann in Gefahr, wenn der DAX unter 6.100 Punkte fallen sollte. Dann wäre die Hausse-Unterstützung des aktuell gültigen Point&Figure-Kaufsignals gebrochen. Ein weiterer Fall unter 6.000 Punkten würde dann sogar zur Ausbildung eines Point&Figure-Verkaufssignals führen.

DAX: Kaufsignal im kurzfristigen Zeitfenster

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Point&Figure-Kaufsignal mit dem ersten Kursziel von 6.850 Punkten

Auch im kurzfristigen Point&Figure-Chart mit aktuell 50 Punkten pro Kästchen sieht es für das deutsche Aktienbarometer recht freundlich aus. Hier befindet sich der DAX ebenfalls seit dem 2. Juli in einem intakten Point&Figure-Kaufsignal. Das erste berechenbare Kursziel liegt bei 6.850 Punkten. Im Gegensatz zum mittelfristigen Point&Figure-Chart ist in dieser feineren Einstellung der Rücksetzer des DAX vom Freitag als aktuelle O-Säule erkennbar. Bislang ist hier keinerlei „charttechnisches Porzellan“ zerbrochen worden, denn mit diesem Kursrückgang wurde nur die signalgebende Kurszone vom 2. Juli getestet, deren Überwindung erst zur Ausbildung des kurzfristigen Point&Figure-Kaufsignals geführt hat.

Zusätzlich aktiviert dieser Rücksetzer in Form einer O-Säule das zweite berechenbare Kursziel des DAX bei 7.850 Punkten. Wohlgemerkt, dieses Kursziel ist bis jetzt nur aktiviert. Eine Bestätigung würde das deutsche Börsenbarometer erst bei einem erneuten Überschreiten von 6.550 Punkten geben.

Auch hier Gefahr bei Unterschreiten von 6.100 Punkten

Eine erste Eintrübung im kurzfristig bullishen Bild ergäbe sich bei einem Unterschreiten von 6.100 Punkten. Das entspricht der Marke, die auch das mittelfristig bullishe Bild gefährden würde.

Mein Fazit:

Das sieht doch schon einmal ganz gut für den deutschen Leitindex aus. Wir finden Kaufsignale auf der mittelfristigen und der kurzfristigen Zeitebene vor. Gleichzeitig hat der Marktzustand an der NYSE auf Bull-Confirmed “gedreht”. Mit dieser guten Nachricht verabschiede ich mich bei Ihnen bis zur nächsten Point&Figure-Analyse auf www.XundO.info und natürlich http://dieboersenblogger.de/.

Ihr Jörg Mahnert


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