Praktiker: Hoffen auf die Wende

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Es war ein hartes Stück Arbeit, doch letztlich konnte auf der Hauptversammlung der Baumarktkette Praktiker (WKN A0F6MD) ein Konzept erarbeitet werden, mit dem das Unternehmen vor der Insolvenz gerettet werden soll.

Zur unmittelbaren Abwendung der Insolvenz wurde der Beschluss gefasst, eine Kapitalerhöhung in Höhe von 60 Mio. Euro durchzuführen, die die Grundlage für die Auszahlung eines Kredits von 85 Mio. Euro des US-Investors Anchorage schafft. Die Zustimmung zu diesen Maßnahmen ließ sich Fondsmanagerin Isabella de Krassny,  die den zypriotischen Finanzfonds Maseltov sowie die österreichische Privatbank Semper Constantia vertritt, damit vergüten, dass zwei Praktiker-Aufsichtsratsmitglieder abgesetzt und durch eigene Kandidaten ersetzt werden.

Der Sanierungsplan sieht außerdem vor, dass etwa 120 der 234 Praktiker-Märkte auf die angesehenere Schwestermarke Max Bahr umgestellt werden. Dabei würde Max Bahr weiterhin in einem höheren Preissegment angesiedelt sein, währen Praktiker die Marke für die billigen Preise sein soll. Die Sanierung wurde notwendig, nachdem Praktiker seit einigen Jahren mit schwächelnden Geschäftszahlen zu kämpfen hat. So auch in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres.

Im ersten Quartal ging der Umsatz leicht auf 663,0 Mio. Euro zurück. Im gleichen Vorjahreszeitraum lag dieser noch bei 666,4 Mio. Euro. Unter dem Strich wies die Baumarktkette allerdings einen Fehlbetrag von 76,1 Mio. Euro aus, nach einem Minus von 15,5 Mio. Euro im Vorjahr. Einen Hoffnungsschimmer gab es aber dann doch noch, denn in Deutschland konnte der Umsatz nach neun Quartalen des Rückgangs erstmals wieder um 3,7 Prozent auf 507,8 Mio. Euro gesteigert werden.


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