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Im Fokus Öl: Sehen wir das Ende des Abwärtstrends?

Der Ölpreis wird im Augenblick weiterhin von der Euro-Krise und den damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft belastet. Allerdings könnte der jüngste EU-Gipfel womöglich ein erstes Signal für eine eventuell anstehende Erholung des Rohölpreises gesetzt haben.

Wir erinnern uns: Zu Jahresbeginn erlebte der Ölpreis einen wahren Höhenflug. Dabei verteuerte sich der Preis für 1 Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf fast 130 US-Dollar. Auch bei der US-Sorte WTI ging es steil nach oben. Das Jahreshoch wurde letztlich bei 110,56 US-Dollar erreicht. Dafür könnten damals vor allem die zu diesem Zeitpunkt allmählich einsetzenden Erwartungen auf eine Erholung in der Frage der Euro-Krise gesorgt haben. Die beiden EZB-Dreijahrestender aus dem Dezember vergangenen Jahres und vom 29. Februar 2012 verschafften nämlich den europäischen Kreditinstituten insgesamt Liquidität von über 1 Bio. Euro und nährten somit die Hoffnungen, dass Europa langsam aus seiner Krise kommen könnte. Gleichzeitig wurden damals somit die Erwartungen von negativen Auswirkungen der Euro-Krise auf die weltweite Konjunktur und damit auch an die Ölnachfrage gemindert. Daneben gab es noch geopolitische Entwicklungen, die den Ölpreis ebenfalls nach oben getrieben hatten, wie beispielsweise Konflikte über Atomprogramme im nahen und mittleren Osten. Dieser hatte zu Befürchtungen über eine Verknappung des Angebots an Rohöl geführt. Allerdings ist dieser besagte Konflikt in den vergangenen Monaten bei der Betrachtung des Ölpreises immer mehr in den Hintergrund gerückt.

Vielmehr bestimmt die eingetretene Verschärfung in der europäischen Staatsschuldenkrise und damit die wachsenden Gefahren für die Weltwirtschaft das Bild auf dem Ölmarkt. Neben den Gefahren, welche die Euro-Krise für die weltweite Konjunktur und damit für die Ölnachfrage bereithält, wurde eine abnehmende BIP-Wachstumsdynamik in den USA und China registriert. Eine ebenfalls ernst zu nehmender Faktor bezüglich der Ölpreis-Entwicklung. Denn nachdem die chinesische Volkswirtschaft in den vergangenen Jahren im zweistelligen Prozentbereich gewachsen ist, lag das Wirtschaftswachstum laut Zahlen des staatlichen chinesischen Statistikamtes lediglich bei 8,1 Prozent. Und damit nicht genug. Genauso verzeichnete auch die US-Wirtschaft eine Abschwächung beim Wirtschaftswachstum. Dabei wurde von Januar bis März annualisiert ein Anstieg von 1,9 Prozent verzeichnet. Im Schlussquartal 2011 hatte die Rate noch bei 3,0 Prozent gelegen. Aber:

Trotz des Preisrückgangs beim Rohöl, bei dem die WTI-Sorte sogar unter die Marke von 80 US-Dollar rutschte und Brent zwischenzeitlich weniger als 90 US-Dollar das Barrel kostete, heißt dies nicht, dass sich der Abwärtstrend fortsetzen muss. So bleibt abzuwarten wie sich das zum 1. Juli in Kraft getretene Ölembargo gegenüber dem Iran auswirken wird und wie viele andere Staaten dieses Embargo mittragen werden. Beispielsweise hat schon Südkorea als ein wichtiger Abnehmer des iranischen Öls angekündigt, die Importe aus dem Iran ebenfalls vom 1. Juli an zu stoppen. Weitere Entspannungstendenzen könnten sich zudem für den Ölpreis durch die Beschlüsse des jüngsten EU-Gipfels ergeben haben. Dabei reagierten die Aktien- und Rohstoffmärkte zunächst sehr positiv auf Beschlüsse des Gipfels.

Spekulative Anleger, die auf steigende Kurse bei der Ölsorte Brent Crude setzen möchten, könnten dies mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DB8VRG; Hebel 3,21; Knock-Out-Schwelle bei 66,57 US-Dollar) tun. Spekulative, aber eher short-orientierte Anleger könnten dagegen mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE6A3M; Hebel 2,37; Knock-Out-Schwelle bei 127,81 US-Dollar) auf einen fallenden Ölpreis setzen.

Stand: 02.07.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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