Manchester United: IPO soll im Kampf gegen die „neureiche“ Konkurrenz helfen

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Erst die Schalke-Anleihe und nun der Börsengang des laut US-Magazins „Forbes“ wertvollsten Sportvereins der Welt. Die Rede ist vom englischen Serienmeister Manchester United (ManU), der nach der Übernahme im Jahr 2005 durch den US-Investor Malcolm Glazer wieder das Börsenparkett betritt. Allerdings dürften wir damit wohl kaum den Beginn einer Zeit erlebt haben, in der die Fußballvereine die unternehmerischen Tätigkeiten und dauerhaft profitable Geschäfte in den Vordergrund rücken.

Überraschenderweise werden die Aktien des Vereins in New York gelistet. Zwar kommt der Eigentümer aus den USA, allerdings hat ManU in Asien große Popularitätswerte aufzuweisen. Weshalb über einen Börsengang in Singapur oder Hongkong spekuliert wurde. Welchen Stellenwert die englische Liga und vor allem der Verein in Asien genießen, zeigte sich jüngst an der Chancenlosigkeit des deutschen Meisters Borussia Dortmund Shinji Kagawa zu halten, der jetzt zu Manchester United abwanderte.

Mit dem Börsengang möchte ManU genügend Kapital einnehmen um seinen hohen Schuldenberg von etwa 500 Mio. Euro ein wenig senken zu können. Dieser wurde dem Verein zum größten Teil von seinem neuen Besitzer bei der Übernahme eingebrockt. Nun sieht sich ManU immer mehr in Gefahr, an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Denn der große neue Rivale heißt Manchester City und wird mit Millionenbeträgen von Scheich Mansour aus Abu Dhabi überschüttet. Diese Millionen brachten Manchester City im vergangenen Jahr bereits die englische Meisterschaft ein.

Ob der Börsengang von Manchester United zum Erfolgsmodell wird, bleibt abzuwarten. Immerhin war die Geschichte der Fußballvereine auf dem Börsenparkett bisher überwiegend eine Geschichte des Misserfolges. Beispielsweise notiert die Aktie von Borussia Dortmund deutlich unter dem Ausgabepreis von 11 Euro. Zu den wenigen Erfolgsgeschichten zählt die Aktie von Manchester United, die vor der Übernahme durch Glazer ihren Wert innerhalb von 14 Jahren verzehnfachen konnte. Schauen wir also Mal, ob Manchester dies noch einmal gelingt.


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