Handy ade? Balda setzt nun auf Medizintechnik

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Balda (WKN 521510) möchte sich weiter auf den Bereich Medizintechnik konzentrieren. Dazu treibt das Unternehmen den Verkauf seiner Anteile an dem taiwanesischen Touchscreen-Hersteller TPK voran. Dabei reduzierte Balda seine Beteiligung an TPK nun von 7,6 auf 0,8 Prozent und erlöste somit insgesamt 150 Mio. Euro.

Über diesen Verkauf dürften sich vor allem die Balda-Aktionäre gefreut haben. Denn ein „wesentlicher“ Teil der Einnahmen soll den Aktionären in Form einer Sonderdividende zukommen. Die Aktienmärkte goutierten den geplanten Deal und schickten das im SDAX notierte Balda-Papier in der Zwischenzeit um mehr als 10 Prozent nach oben.

Zuvor gab es einen langwierigen Streit über den Verkauf der TPK-Anteile zwischen dem US-amerikanischen Hedgefonds Octavian und dem Aufsichtsrat von Balda. Balda-Anteilseigner Octavian sah beim Aufsichtsrat einen Interessenskonflikt, der den Verkauf der restlichen TPK-Anteile mit seinem Veto verhindert hatte. TPK gehört dem taiwanesischen Geschäftsmann Michael Chiang, dessen Frau über die Firma Return Yield Investment Anteile an Balda hält. Octavian warf dem Kontrollgremium vor im Sinne Chiangs gehandelt zu haben, anstatt im Sinne der übrigen Aktionäre.

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Quelle: comdirect

Dabei wird es bei Balda nach dem Verkauf der gesamten TPK-Anteile so richtig interessant. Zuletzt waren es vor allem diese Veräußerungen seines Filetstücks, die für positive Ausschläge bei dem Papier des Unternehmens gesorgt hatten. Im ersten Quartal des Jahres verbuchte Balda aufgrund der Veräußerung eines TPK-Aktienpaketes einen Nettogewinn von 133,6 Mio. Euro. Allerdings stand operativ ein Verlust von 3,1 Mio. Euro. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Prozent auf 12,2 Mio. Euro nach unten.


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