Carnival kehrt nach „Costa Concordia“-Unglück in die Gewinnzone zurück

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Nachdem Carnival (WKN 120071) im ersten Quartal des Jahres aufgrund der finanziellen Folgen der Havarie des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ noch einen Verlust von 139 Mio. US-Dollar ausweisen musste, konnte die weltweit größte Kreuzfahrtgesellschaft im zweiten Quartal in Sachen Gewinn überraschend gut abschneiden.

Der britisch-amerikanische Konzern wies im zweiten Quartal einen Gewinn von 14 Mio. US-Dollar oder 2 Cents je Aktie aus. Bereinigt um Einmaleffekte stand ein Nettogewinn von 20 Cents je Aktie zu Buche und damit deutlich mehr als die von Analysten im Schnitt erwarteten 7 Cents je Anteilsschein. Allerdings ist dies immer noch weniger als die im Vorjahresquartal erreichten 206 Mio. US-Dollar oder 26 Cents je Aktie. Beim Umsatz ging es in der gleichen Zeit um 2,3 Prozent auf 3,54 Mrd. US-Dollar nach unten.

Im Januar war die „Costa Concordia“ der italienischen Tochtergesellschaft Costa Crociere auf einen Felsen gelaufen und mit mehr als 4.200 Passagieren und Crew-Mitgliedern gekentert. Dabei wurden 30 Leichen geborgen. Zwei Menschen werden immer noch vermisst. In der Folge waren neben dem Carnival-Kurs auch die Buchungszahlen eingebrochen. Carnival betreibt weltweit über 100 Schiffe und kontrolliert damit etwa die Hälfte des Weltmarktes. Zu dem Konzern, dessen Hauptverwaltung sich in Miami befindet, gehört auch die größte deutsche Reederei, Aida.

Für das laufende Quartal geht Carnival bei seinen Prognosen von einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 bis 7 Prozent aus. Ohne Berücksichtigung der „Costa Concordia“ soll der Umsatz lediglich um 3 bis 4 Prozent sinken. Beim bereinigten EPS geht das Management von einer Spanne von 1,42 bis 1,46 US-Dollar aus.

Die überraschend gute Ergebnisentwicklung des ersten Quartals hat Carnival außerdem dazu veranlasst die Jahresprognose anzuheben. Im März ging man von Unternehmensseite noch von einem bereinigten Ergebnis von 1,40 bis 1,70 US-Dollar je Aktie aus. Nun geht man von einer Spanne von 1,80 bis 1,90 US-Dollar aus.

Die Aktie von Carnival konnte sich von dem Kurseinbruch im Januar wieder erholen und notiert zwischenzeitlich sogar über dieser Marke. Der seit Januar laufende Aufwärtstrend ist so gesehen weiter aktiv. Sollte die Konjunktur allerdings in großem Umfang unter Druck geraten, hätte dies auch Auswirkungen auf die Kreuzfahrtbranche. Derzeit sieht es aber, wie die erhöhte Jahresprognose zeigt, nicht danach aus.


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