Dürr: Erfolg ohne Ende?

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Nachdem Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG (WKN 556520) bereits Ende Mai in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“ eine mögliche Anhebung der Jahresprognose ins Spiel gebracht hatte, erschien die nun tatsächlich erfolgte Anhebung weniger überraschend, weshalb womöglich auch der Aktienkurs des MDAX-Unternehmens nicht durch die Decke ging.

„Wir sind konservativ und warten lieber das zweite Quartal ab, weil wir dann klarer sehen. Danach bekräftigen wir unsere Vorhersage oder korrigieren sie – eher nach oben“, so die Aussagen von Ralf W. Dieter, die er Ende Mai getätigt hat. Nun hat der schwäbischen Automobilzulieferer das zweite Quartal doch nicht ganz abwarten können und seine Prognosen, trotz der Euro-Krise und möglicher Folgen für die Nachfrage angehoben. Grund ist die überraschend starke Nachfrage aus der Automobilindustrie. Dabei soll der Umsatz auf 2,3 Mrd. Euro gesteigert werden. Zuvor ging Dürr von „mindestens 2 Mrd. Euro aus“. Die Erwartung für den Auftragseingang wurde von „mindestens 2,0“ auf 2,5 Mrd. Euro angehoben. Die EBIT-Marge soll laut Unternehmensangaben 6,5 bis 7,0 Prozent erreichen, die ursprüngliche Prognose lag bei 5,5 bis 6,0 Prozent.

Die Anhebung der Jahresprognose stellt dabei einen weiteren Schritt auf dem Erfolgsweg dar, den Dürr derzeit beschreitet. Denn nachdem das Unternehmen bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr Rekordergebnisse verbuchen konnte, wurde die Erfolgsgeschichte zu Beginn dieses Jahres mit einem steigenden Aktienkurs und der Aufnahme in den MDAX fortgesetzt. Außerdem wurde die gute Ergebnisentwicklung aufgrund der sehr guten Nachfrage aus der Automobilindustrie im ersten Quartal des Jahres fortgesetzt. Im ersten Quartal konnte Dürr den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,9 Prozent auf 679,1 Mio. Euro steigern. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 56,8 Prozent auf 562,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdreifachte sich auf 29,6 Mio. Euro. Nach Steuern standen am Ende 17,2 Mio. Euro zu Buche, nach 1,8 Mio. Euro im Vorjahr.

Und an dieser Stelle soll immer noch nicht Schluss sein, denn Dürr möchte noch weiter wachen. „Durch unsere breite internationale Aufstellung und die Fokussierung auf die Emerging Markets nehmen wir am weltweiten Wachstum der Automobilindustrie und der allgemeinen Industrie teil. Wir sind von den konjunkturellen Problemen in West- und Südeuropa kaum betroffen“, sagte Dieter bei der jüngsten Veröffentlichung der Geschäftszahlen.

Dabei könnte sich ein Einstieg bei der Dürr-Aktie, trotz des Aufstiegs der jüngsten Zeit immer noch lohnen, da die Zukunftsaussichten weiterhin positiv zu sein scheinen. Mit einem 2012er-KGV von 9,5 und einer ordentlichen Dividendenrendite von 3,2 Prozent ist das Papier aktuell auch alles andere als zu hoch bewertet.


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