VW treibt Integration des Nutzfahrzeug-Geschäfts voran

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Volkswagen (WKN 766403) möchte bis 2018 zum größten Automobilhersteller der Welt aufsteigen. Auf diesem Weg soll das Nutzfahrzeug-Geschäft einen wichtigen Baustein darstellen. Jedoch konnte VW bisher seine verschiedenen Nutzfahrzeug-Bereiche nicht in dem Maße zusammenführen, wie man es sich gewünscht hätte. Nun sollen der neue Konzernvorstand für das Nutzfahrzeug-Geschäft Leif Östling und eine Aufstockung der VW-Anteile an MAN (WKN 593700) für eine bessere Integration der Nutzfahrzeug-Sparte sorgen.

Neben dem Geschäft mit Privatfahrzeugen wird das Nutzfahrzeug-Geschäft für Europas größten Autobauer Volkswagen immer wichtiger. Daher kam dem Bereich Nutzfahrzeuge bei der jüngsten Managementumbildung des Konzerns eine ebenso große Bedeutung zu, wie dem neu geschaffenen Vorstandsressort „China“, immerhin dem wichtigsten Absatzmarkt von VW, in dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 etwa 2,3 Mio. Fahrzeuge in verkaufen konnte. Außerdem lag der Beitrag des China-Geschäfts zum operativen Ergebnis bei 2,6 Mrd. Euro.

Im Zuge der Umbildung auf der Unternehmensführungsebene erhalten etwa 30 Top-Manager neue Aufgaben. Laut VW-Chef Martin Winterkorn bildet diese Maßnahme einen wichtigen Baustein zur Umsetzung der Strategie 2018, bei der VW zum größten Automobilhersteller der Welt aufsteigen möchte. Die stärkere personelle Vernetzung soll vor allem dem starken Wachstum Rechnung tragen.

Hierbei soll der bisherige Scania-Chef Leif Östling zukünftig das Nutzfahrzeug-Geschäft leiten und für eine noch schnellere Integration von MAN, Scania (WKN 899846) und der Nutzfahrzeugsparte der Wolfsburger sorgen, um entsprechende Synergieeffekte noch besser realisieren zu können. Dabei erhofft sich der Chef des Konzernbetriebsrats von MAN, Jürgen Dorn eine Verbesserung bei der zukünftigen Zusammenarbeit bei den verschiedenen Nutzfahrzeug-Bereichen von VW: „Das lief bisher nicht in der Geschwindigkeit, die wir uns gewünscht haben.“ Vor allem die Zusammenarbeit mit der schwedischen Konzernschwester Scania soll zu Kostensenkungen führen.

Neben der Freude des MAN-Betriebsratschefs über mögliche Synergieeffekte, die MAN zusammen mit Scania erzielen könnte, freuten sich die MAN-Aktionäre über die Ankündigung von VW, weitere Anteile über die bereits bestehende Beteiligung von 75 Prozent hinaus an dem Münchner Nutzfahrzeug- und Maschinenkonzern erwerben zu wollen. Damit würde VW noch größere Handlungsfreiheiten bei MAN bekommen als bisher.

Sollte es VW gelingen weitere Kosten im Bereich der Nutzfahrzeuge einzusparen, wäre dies ein wichtiger Schritt in Richtung Weltmarktführerschaft. Anleger, die davon überzeugt sind, dass VW auf diesem Wachstumskurs bleiben kann bekommen die Aktie des Unternehmens mit einem 2012er-KGV von 5,7 und einer Dividendenrendite von 3,1 Prozent zu relativ günstigen Konditionen.


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