Im Fokus DAX®: Spanien-Hilfen sorgen für kurze Atempause?

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Nachdem die spanische Regierung auf Drängen der Partnerländer endlich Hilfen für seinen krisengeschüttelten Bankensektor beantragte, reagierten die Finanzmärkte mit großer Erleichterung. Auch der deutsche Leitindex DAX konnte auf diese Nachricht hin starke Kurssprünge verbuchen und sich von der 6.000er-Marke nach oben absetzen. Mit der Bereitstellung von 100 Mrd. Euro konnten die EU-Finanzminister anscheinend ein erfolgreiches Zeichen für die Investoren setzen, dass in der Eurozone Solidarität herrscht. Doch die Frage bleibt wohl im Raum, für wie lange diese Maßnahme die Marktteilnehmer beruhigen kann.

Zuvor war es für die spanische Regierung immer schwieriger geworden, sich an den Finanzmärkten Geld zu beschaffen. Denn aufgrund des in Schieflage geratenen Bankensektors, der hohen Arbeitslosigkeit und einer schwächelnden Konjunktur sind die Risikoaufschläge, die Spanien für seine Staatspapiere zahlen musste immer weiter angestiegen. Dabei war es vor allem der spanischen Regierung, bei den nun beschlossenen Hilfsmaßnahmen für das Land, wichtig herauszustellen, dass es sich nicht um die gleiche Art von Rettungsmaßnahmen handelt wie sie in den Fällen Griechenlands, Portugals und Irlands durchgeführt wurden.

Mit den Hilfen für den spanischen Bankensektor sind allerdings wohl auch nicht alle Probleme Spaniens gelöst. Denn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und eine wachsende Staatsverschuldung lassen die Wahrscheinlichkeit ansteigen, dass nach den Banken auch der spanische Staat durchaus unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen könnte, was wie in den Fällen Griechenlands, Portugals und Irlands zu großen Sparvorgaben und Kontrollen des Staatsbudgets seitens der internationalen Geldgeber führen würde.

Die Hilfen für den spanischen Bankensektor sorgten dennoch für einiges an Erleichterung an den Märkten. Doch das Thema EU-Schuldenkrise ist damit noch lange nicht vom Tisch. Zur Erinnerung. Es stehen die Neuwahlen in Griechenland auf dem Programm und diese könnten für neue Verunsicherung bei den Anlegern sorgen. Sollte tatsächlich eine griechische Regierung an die Macht kommen, die die beschlossenen Sparmaßnahmen entweder neu verhandeln oder ganz aufkündigen will, würde dies erneut für gehörige Unruhe auf den Aktienmärkten sorgen – wohl ähnlich wie es nach den Wahlen Anfang Mai und den gescheiterten Regierungsbildungsmaßnahmen der Fall war. Die ständigen Diskussionen um einen Euroaustritt Griechenlands und immer wieder wechselnde Wahrscheinlichkeiten für ein solches Szenario hatten damals für einen deutlichen Anstieg der Risikoaversion bei den Investoren gesorgt und damit einen immer geringer werdenden Appetit auf Aktien.

Des Weiteren haben wir noch en Faktor „Konjunktur“, der auf den Aktienmarkt und somit auch auf den DAX gehörigen Einfluss ausübt. Dabei wird vor allem die Entwicklung der beiden wichtigsten Volkswirtschaften Chinas und der USA ausschlaggebend sein. Nachdem die chinesische Volkswirtschaft als der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft ein wenig von seiner Wachstumsdynamik eingebüßt hat, sah sich die chinesische Notenbank veranlasst erstmals seit 2008 die Leitzinsen zu senken. Fed-Chef Ben Bernanke enttäuschte dagegen diejenigen Anleger, die sich auch seitens der US-Notenbank geldpolitische Lockerungsmaßnahmen (QE3) erhofft hatten, da er bei seiner Rede vor dem US-Kongress vom 7. Juni kein QE3 ankündigte. Er sagte lediglich, dass die Fed mehrere Optionen hätte und dass die Notenbanker für den Fall einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage bereitstehen würden.

Spekulative Anleger, die der Auffassung sind, dass der DAX in diesem spannenden Umfeld wieder nach oben klettern wird, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE22YZ) auf steigende Kurse setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,86, die Knock-Out-Schwelle bei 4.150 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer DAX-Anleger eher auf fallende Index-Kurse setzen möchte, könnte dieses Szenario mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DB03C8, aktueller Hebel 2,75; Knock-Out-Schwelle bei 8.380 Indexpunkten) traden.

Stand: 12.06.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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