EVN will von der Energiewende profitieren

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Der österreichische Energie- und Umweltdienstleister EVN (WKN 878279) möchte ein gewichtiges Wort bei der Energiewende mitreden. Firmenchef Peter Layr ist davon überzeugt, dass sich die höheren Aufwendungen, die in der Übergangszeit zur Technologieumstellung notwendig sind, sowohl für das Unternehmen in einem höheren Ertrag als auch bei den Stromkunden in Form von geringeren Strompreisen auszahlen werden.

Noch wenig berauschend zeigten sich die Ergebnisse im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12. EVN konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 1,69 Mrd. Euro steigern. Dabei entwickelten sich die beiden Geschäftsbereiche Energie und Umwelt unterschiedlich gut. Im Energiegeschäft Konnte EVN von einer kalten Witterung und höheren Endkundenpreisen in Südosteuropa profitieren. Im Umweltgeschäft kam es dagegen zu einem Umsatzrückgang. Das Konzernergebnis ging in der gleichen Zeit um 13,6 Prozent auf 209,1 Mio. Euro nach oben.

Beim Ausblick für das gesamte Jahr wollte sich EVN nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Allerdings soll das operative Ergebnis des Vorjahres trotz weiterhin unsicherer gesamt- und energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen im Wesentlichen gehalten werden. Das Konzernergebnis soll ebenfalls auf dem Vorjahresniveau liegen.

Ebenfalls wenig berauschend entwickelte sich der EVN-Aktienkurs in den vergangenen Monaten. Deshalb möchte EVN dem Papier mit einem Aktienrückkaufprogramm wieder auf die Beine helfen, da man von Unternehmensseite der Auffassung ist, dass die Aktie derzeit unterbewertet ist. Insgesamt sollen bis zum 31. Dezember 2012 1 Mio. Aktien zurückgekauft werden. Dies entspricht etwa 0,556 Prozent des derzeitigen Grundkapitals.

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Quelle: comdirect

Neben dem Aktienrückkaufprogramm hat EVN für die Zukunft noch weitaus mehr vor. Denn das Unternehmen möchte sich für Energiewende fit machen. Dazu soll beispielsweise die Zahl der Windkraftanlagen in den kommenden fünf Jahren verdreifacht werden. Insgesamt sollen etwa 800 Mio. Euro in den Ausbau von erneuerbaren Energien investiert werden.

Wer davon überzeugt ist, dass EVN in Sachen Energiewende mitmischen wird, bekommt derzeit eine relativ günstige Einstiegsgelegenheit bei der Aktie des Unternehmens, da das Papier innerhalb eines Jahres etwa ein Viertel an Wert verloren hat. Dabei dürfte das 2012er-KGV von 8,2 und die Dividendenrendite von 4,6 Prozent nicht zu verachten sein. Außer bei den Erneuerbaren Energien bieten sich dem Unternehmen in Süd- und Osteuropa weitere Wachstumschancen, da man sich dort seit einiger Zeit auf Expansionskurs befindet.


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