Update Evonik IPO: Schon wieder verschoben…?

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Das Spiel kennen wir doch schon. Kurz bevor es beim größten deutschen Börsengang seit über zehn Jahren so richtig ernst werden sollte, bekommt der Haupteigner des Chemiekonzerns kalte Füße. Schuld sind die Eurokrise und die damit verbundenen Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten, heißt es dann da…

Demnach ist das Kuratorium der RAG-Stiftung, die 74,99 Prozent an Evonik hält, aufgrund der aktuellen Unsicherheiten in den Märkten nicht hundertprozentig davon überzeugt, dass sich die Erlöse erreichen ließen, die dem Wert von Evonik gerecht würden. Die endgültige Entscheidung über einen Börsengang von Evonik soll nun am 18. Juni fallen.

Mit einem geplanten Erlös von etwa 5 Mrd. Euro würde Evonik für die größte deutsche Neuemission seit Jahren sorgen. Diese war bisher für Ende Juni geplant, doch mit den jüngsten Entwicklungen wurde dieser Zeitplan noch einmal durcheinandergewirbelt. Wie wichtig dieses IPO ist zeigt auch die Tatsache, dass Evonik als ein möglicher DAX-Kandidat gehandelt wird.

Es stellt sich jetzt die Frage, ob die leichte Entspannung durch das beschlossene Hilfspaket für den spanischen Bankensektor ausreicht, um die Evonik-Eigentümer davon zu überzeugen, dass die Finanzmärkte ruhig genug sind, damit das Unternehmen den erhofften Erlös erzielen kann, oder ob man nicht vielleicht doch lieber die Neuwahlen in Griechenland und die kommenden Gipfel der EU sowie der G20 abwarten möchte. Spannung scheint also auch in dieser Frage garantiert.


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