Wochenrückblick KW 23: Spanien lässt die Euro-Krise hochkochen, Gold wieder gefragt

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Die vergangene Woche war in Sachen Krisenrhetorik mal wieder etwas ganz besonderes. Spanische Banken und die spanische Wirtschaft belasteten den gesamten Handel in Europa und den USA. Ob Spanien letztlich doch noch unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen wird, ist offen. Die Gerüchteküche brodelt jedoch unaufhaltsam. (Update: Seit Samstagabend ist klar: Spanien flüchtet unter den Euro-Rettungsschirm) Und das, obwohl eigentlich nur die Fußball-EM das beherrschende Thema dieser Tage sein sollte.

Der DAX und sein Chart

Der DAX stand in der vergangenen Woche erneut unter Druck. Dreh- und Angelpunkt der aktuellen Markttechnik ist die 200-Tage-Linie. Dazu heißt es in unserem Ausblick DAX:

Gelingt nicht die baldige Rückkehr über die 200-Tage-Linie, ist eine Fortsetzung der jüngsten Abwärtsbewegung wahrscheinlich. Unter dem Tief dieser Woche bei 5.914 ist die Region um 5.800 das nächste Ziel. Bei 5.817 läuft das Key Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung seit September letzten Jahres. Darunter sind Notierungen um 5.600 zu erwarten.

Die Einzeltitel aus dem TecDAX

Interessante Aktien gab es diese Woche ebenfalls. Durch die Indexveränderungen im TecDAX, gerät der bisherige Nischen-Titel Cancom ins Visier der Anleger. Mehr dazu im Post: Cancom: Erst in den TecDAX, dann in die Wolke!

…aus dem DAX

Doch auch im DAX gab es interessantes zu berichten. Bei Volkswagen sorgt seit dem Wochenende das große Stühlerücken in der Unternehmensführung für Furore. Bei der teilsverstaatlichten Commerzbank richtet sich der Anlegerblick auf das günstige Bewertungsniveau. Doch reicht Optimismus alleine aus? Und bei BASF lässt der Chart derzeit eher wenig gutes erwarten.

…aus SDAX und MDAX

Unter den Small- und MidCaps richtete sich der Blick in dieser Woche auf die Dauerbrenner Fuchs Petrolub und Sixt. Während der Mannheimer Schmierstoffhersteller durch eine tolle Kursperformance auf sich aufmerksam macht, richtet sich bei Deutschlands Autovermieter Nummer Eins der Blick auf eine attraktive Dividendenrendite.

Internationale Einzelwerte

Auch aus dem Ausland waren zwei Titel einen genaueren Blick Wert. Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch machte mit der Ankündigung eines Rekordumsatzes von sich Reden. Für Freunde des gelben Edelmetalls schaute sich Goldfinger einmal Barrick Gold genauer an – sein Favorit in diesem Bereich.

Gold ist wieder im Kommen

Wo wir schon bei Gold sind: Einen thematischen Rundumschlag bietet „Vom Grexit, ein paar Indern, einer harten Angie, einem weichen Euro, der rosaroten Klobrille und dem lieben Gold…„. Doch auch konkret um eine Trendwende bei Gold ging es in dieser Woche.

Börsenwissen

Mehr theoretischer waren die Beiträge im Bereich Börsenwissen zu Zertifikate-Sparplänen und Dividendenfonds.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

Ein Blick in die kommende Woche: Quartalszahlen stehen nur wenige auf der Agenda. Aus Spanien wird am Mittwoch die Bilanz des Textilkonzerns Inditex erwartet. In Deutschland legen am Donnerstag u.a. die Deutsche Beteiligungs AG, GERRY WEBER, Heidelberger Druck sowie Kabel Deutschland Zahlen vor. In den USA melden ebenfalls an diesem Tag Kroger, Smithfield Foods und Winnebago Zahlen.

Die jährlichen Aktionärsversammlungen stehen am Dienstag u.a. bei GAGFAH, Gigaset, Jungheinrich und am Mittwoch u.a. bei Colonia Real Estate, INTERSEROH, Krones und RHÖN-KLINIKUM an. Am Donnerstag finden Hauptversammlungen u.a. bei Einhell, Evotec, Hamburger Hafen, Koenig & Bauer, SKW Stahl, SMA Solar, TAG Immobilien und Xing sowie am Freitag bei Allgeier, C.A.T. Oil und STRABAG statt.

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Wichtige Konjunkturdaten dürften die US-Einzelhandelsumsätze (Mai) am Mittwoch, die US-Verbraucherpreise (Mai) am Donnerstag und die US-Industrieproduktion (Mai) am Freitag sein. Ebenfalls am Freitag steht der Empire State Manufacturing Index für Juni an. Hier wird ein Rückgang von zuletzt 17,1 Zählern auf 14,0 Zählern erwartet. Vergessen sollte man auch nicht das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (Juni). Hier wird eine Rückgang von 79,3 auf 77,5 Punkte erwartet. Nicht weniger interessant dürften bereits am Donnerstag die endgültigen Verbraucherpreise der Eurozone (Mai) sein. Vorläufig war hier ein Wert von +2,4 Prozent gemeldet worden.

Kursbewegend dürfte am Freitag zudem der große Verfallstag an den Terminbörsen (der sogenannte dreifache Hexensabbat) sein.


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