Im Fokus Öl: Nachfrageerwartungen durch Eurokrise belastet?

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Öl ist immer noch der wichtigste Rohstoff für die Weltwirtschaft und bleibt vorerst deren ureigenes „Schmiermittel“. Da der Ölpreis aus diesem Grund besonders stark auf die Konjunktur reagiert, lässt sich der aktuelle Rückgang beim Preis für Rohöl wohl auch zum größten Teil durch die europäische Staatsschuldenkrise und die schwächelnde Konjunktur in den wichtigsten Volkswirtschaften in China und den USA erklären.

Einen herben Rückschlag musste der Ölpreis zuletzt aufgrund der enttäuschend ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai erleben. Deren Verschlechterung signalisierte, dass die US-Wirtschaft einiges an Dynamik eingebüßt haben könnte. Wie das US-Arbeitsministerium am 1. Juni bekanntgab, wurden im Monat Mai außerhalb der Landwirtschaft 69.000 neue Stellen geschaffen, wobei Volkswirte zuvor mehr als 150.000 neue Arbeitsplätze erwartet hatten. Die Arbeitslosenquote stieg gleichzeitig um 0,1 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent an. Neben den schlechten Daten für den Mai mussten die vorläufigen Zahlen für den April und den März teilweise deutlich nach unten korrigiert werden.

Nicht nur die US-Wirtschaft zeigt einige Signale für eine Abschwächung, auch der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft China scheint ins Stottern geraten zu sein. Laut Zahlen der nationalen Statistikbehörde ist der amtliche Einkaufsmanagerindex für die Großunternehmen mit 50,4 Punkten auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gesunken. Neben den Ängsten vor einem Nachfragerückgang bei Rohöl durch die sich abzeichnenden Verschlechterungen der Konjunktur in China und den USA sorgen auch die anhaltenden Probleme in Europa für Nervosität bei den Anlegern und einen Rückzug aus riskanten Investments wie Öl oder Aktien – auf der anderen Seite erfreuen sich die aktuell als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen oder der US-Dollar großer Beliebtheit.

Die Spekulationen um einen Euroaustritt Griechenlands hatten die Krise in Europa verstärkt in den Fokus der Anleger gerückt, doch nachdem nun Spanien Griechenland als das derzeit größte Sorgenkind in Euroland abgelöst zu haben scheint, scheinen die Risiken für die gesamte Eurozone und damit auch für die Weltwirtschaft um ein vielfaches größer geworden zu sein. Denn immerhin ist Spanien die viertgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone. Zwar beteuert die spanische Regierung immer noch, dass das Land nicht unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen müsse, jedoch haben die Probleme im Bankensektor, die schwächelnde Konjunktur und die hohe Arbeitslosigkeit für einen Vertrauensverlust bei den Anlegern und steigenden Risikoaufschlägen für die spanischen Staatsanleihen gesorgt.

Diese verschlechterten Aussichten für die Weltwirtschaft haben beim Ölpreis für eine Talfahrt gesorgt, die den Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent unter die Marke von 100 US-Dollar geführt haben und den Rohstoff damit so billig machten wie seit Januar 2011 nicht mehr. Auch bei der US-Sorte WTI ging es steil bergab auf nur noch etwa 80 US-Dollar. Die anhaltenden Konjunktursorgen haben anscheinend sogar die Sorgen vor einer Zuspitzung des Konfliktes mit dem Iran überlagert. Dieser Konflikt hatte noch zu Jahresbeginn zu einem deutlichen Anstieg beim Ölpreis geführt.

Spekulative Anleger, die auf eine verbesserte Nachfragesituation bei der Ölsorte Brent Crude und damit steigende Kurse setzen möchten, könnten dies mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DB2MU8; Hebel 2,26; Knock-Out-Schwelle bei 44,63 US-Dollar) tun. Spekulative, aber eher short-orientierte Anleger könnten dagegen mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE9R9V; Hebel 2,76; Knock-Out-Schwelle bei 137,37 US-Dollar) auf einen fallenden Ölpreis setzen.

Stand: 05.06.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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