Trendwende: Gold wird wieder abgehen!

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Das war für viele Anleger eine echte Enttäuschung am Mittwoch. Da dachten wohl nicht wenige, dass die EZB-Jungs wieder Feuerwehr spielen und den Leitzins drücken würden. Denkste. Ich bin entspannt – für (meine) Gold-Engagements könnte es nicht besser laufen…

Man sollte nämlich sich alles anschauen, was da Frankfurt gedreht wird, zumal einige EZB-Direktoriums-Mitglieder für eine Zinssenkung anscheinend gestimmt hatten. Doch die EZB hat sehr wohl mal wieder den Geldhahn aufgedreht. Und zwar in der Form, dass Europas Geschäftsbanken nun mindestens bis Mitte Januar 2013 bei den Hauptrefinanzierungsgeschäften eine Vollzuteilung erhalten. Hä? „Was soll denn das sein?“ Gang einfach:

Der Geldhahn für Deutsche Bank & Co bleibt offen – obwohl die EZB genau diesen ab Juli wieder schließen wollte. Nun bleibt alles beim alten, die Bankhäuser haben keine begrenzten Liquiditätsmaßnahmen. Unser Geld wird also immer weicher, und Gold wird wieder in den Bereich der Allzeithochs kommen. Da bin ich mir sicher. Warum? Auch ganz einfach zu beantworten:

Schauen wir über den Atlantik: Katastrophale Arbeitsmarktzahlen aus den USA. Schauen wir nach China, Asien allgemein: Die Dynamik der Wirtschaft ist nicht mehr hoch. Aber alle sollen sie weltweit konsumieren, kaufen und investieren. Nur mit welchem Geld? Wen halb Europa pleite ist – das kommt nicht gut…

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Quelle: BörseGo

Gold dagegen kommt gut an: Auch seitens der Charttechnik. Der kurzfristige Abwärtstrend ist erst einmal wieder passe, auch das glänzende Edelmetall nach wie vor im breiten Abwärtstrendkanal drin ist, der von den Höchstkursen Anfang September 2011 ausgeht. Aber hey, was sollen wir bei Gold kurzfristig denken? Die Trendwende kommt wieder. Dafür sorgen wir Europäer mit unseren hausgemachten Schulden-Nachrichten schon selbst.


3 KOMMENTARE

  1. Kam gerade von der Helaba im neuesten Rohstoff-Report. Zu Gold:

    Schuldenabbau und Wachstumsschwäche sind nicht die Voraussetzungen für steigende Edelmetallpreise. Anderer-seits steht die Reflationierung im Raum. Nur dazu reicht nicht nur eine vermeintlich ultralockere Geldpolitik, sondern es sind auch kräftige Impulse aus dem realen Sektor notwendig, was noch nicht wirklich zu beobachten ist. Inzwischen steigt sogar das Altgoldangebot. In der beson-ders auf Gold fixierten Kultur Indien scheint es inzwischen sogar die Schmucknachfrage zu übersteigen. Obwohl insti-tutionelle Investoren zuletzt wieder auf Inflation setzten, kann Deflation mitunter überraschend hartnäckig sein.

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