Dividendenfonds – guter Ertrag trotz Krise?

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Für Investoren wird die Suche nach renditestarken und sicheren Investments in der aktuellen Situation immer schwieriger. Die europäische Staatsschuldenkrise sorgt weiterhin für eine große Verunsicherung. Daneben haben wir es mit einem niedrigen Zinsniveau und fallenden Aktienkursen zu tun. Allerdings scheint es im Hinblick auf die Ausschüttungen der Unternehmen kaum eine bessere Zeit gegeben zu haben…

Vor allem aufgrund der Eurokrise fällt es ein wenig überraschend aus, wie gut sich die Unternehmensgewinne im vergangenen Jahr entwickelt haben. Allein die 30 DAX-Unternehmen werden deshalb am Ende der diesjährigen Dividendensaison mit fast 28 Mrd. Euro den zweithöchsten Betrag nach 2007 ausgeschüttet haben und 6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Einer der Gründe für diesen Erfolg dürfte die Tatsache sein, dass sich die DAX-Konzerne sehr gut auf den Märkten in den USA und den Schwellenländern etabliert haben, die eine bessere Konjunktur als Europa zu verzeichnen hatten. Damit konnten sie die Abhängigkeit vom europäischen Heimatmarkt verringern und trotz Krise, ihre Gewinne steigern.

Somit erweist sich die als langweilig abgetane Dividendenstrategie einmal mehr, besonders in Krisenzeiten, als erfolgversprechend. In diesem Fall kann langweilig sehr gut bedeuten und für ruhige Nächte bei den Anlegern sorgen. Denn die großen Konzerne dieser Welt schaffen es in vielen Fällen auch in Krisenjahren ordentliche Gewinne einzustreichen. Zwar erfahren auch die Aktienkurse in turbulenten Zeiten Rückgänge, allerdings kann man sich durch die weiterhin gezahlten Dividenden absichern. Ebenso kann sich eine Dividendenstrategie als wesentlich weniger volatil erweisen, da die Unternehmen möglichst eine gewisse Berechenbarkeit in ihrer Ausschüttungspolitik erreichen wollen.

Hinzu kommt, dass sich gerade bei den fallenden Aktienkursen teilweise überragende Dividendenrenditen ergeben, die aufgrund des niedrigen Zinsniveaus sogar höher ausfallen können als die Anleiherenditen.

Man kann sich aber auch in diesem Fall nicht einfach nur an einer möglichst hohen Dividendenrendite orientieren. DWS-Fondsmanager Oliver Pfeil beispielsweise ist ab einer Rendite von 10 Prozent vorsichtig, denn bei solch hohen Renditen sieht er die Gefahr zukünftiger Dividendenkürzungen als sehr groß an. Besonders kritisch wird es, wenn Unternehmen aufgrund sinkender Gewinne auf Rücklagen zurückgreifen müssen, um den Aktionären ein gewisses Niveau bei den Ausschüttungen bieten zu können.

Wenn es darum geht auf eine Dividendenstrategie zu setzen, steht den Anlegern mit dem DWS Top Dividende ein wahrer Riese der aktiv verwalteten Publikumsfonds im deutschsprachigen Raum zur Verfügung. Dabei investiert der im April 2003 aufgelegte Fonds weltweit in Aktien, die eine bessere Ausschüttung versprechen als der Marktdurchschnitt. In der Vergangenheit schaffte es das Fondsmanagement dieses Ziel mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite des Fondsportfolios zwischen 4,0 und 4,5 Prozent zu erreichen. Daneben konnte man seit Auflage eine durchschnittliche jährliche Wertentwicklung von mehr als 10 Prozent vorweisen und den Vergleichsindex MSCI World High Dividend Yield in dieser Zeit klar schlagen.

Ein Fonds als Beispiel: Der DWS Top Dividende

WKN: 984811
ISIN: DE0009848119
Aufgelegt in: Deutschland
Auflagedatum: 28.04.2003
Kategorie: Aktienfonds Global
Volumen: 7,1 Mrd. Euro (21.05.2012)
Geschäftsjahresende: 30.09.


1 KOMMENTAR

  1. Hallo,

    schöner Beitrag. Bei vielen großen Unternehmen sind die soliden Dividendenzahlungen trotz Kursschwankungen auch recht sicher.

    Noch günstiger als aktiv gemanagte Fonds sind ETFs mit einer Dividendenstrategie. Einige mit möglichst häufiger Ertragsausschüttung sind hier aufgelistet:

    VG
    Lars

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