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Zertifikate-Sparplan: Cost-Average-Effekt einmal anders

Jeder Anleger, der von den Vorteilen eines Fonds-Sparplans wie dem geringen Kapitaleinsatz über die Zeit oder dem so genannten Cost-Average-Effekt profitieren möchte, allerdings von den tatsächlich erzielten Renditen enttäuscht ist, bekommt mit dem Zertifikate-Sparplan eine durchaus interessante Alternative zur Verfügung gestellt.

Seit vielen Jahren hat sich die Anlageform der Fond-Sparpläne etabliert. Dabei können die Investoren mit relativ kleinen monatlichen Beträgen, teilweise schon ab 25 Euro, ihr Geld beispielsweise am Aktien- oder Anleihemarkt anlegen und damit für das Alter vorsorgen. Ein solcher Fonds-Sparplan hat den Vorteil, dass er einen wichtigen Sicherheitsaspekt erfüllt. Denn das im Rahmen eines Fonds-Sparplanes bei einer deutschen Investmentgesellschaft gegen Ausgabe von Anteilscheinen eingezahlte Kapital und die damit angeschafften Vermögensgegenstände bilden ein Sondervermögen, welches vom Vermögen des Emittenten getrennt ist und nicht für Schulden der Kapitalanlagegesellschaft haftet. Somit sind diese Gelder auch bei einer Insolvenz des Emittenten weitgehend vor Verlust geschützt. Im Unterschied dazu tragen Zertifikate das volle Emittenten-Risiko.

Doch bei den Fonds ist man wiederum auf die Fähigkeiten eines Fondsmanagers oder in vielen Fällen sogar auf sein Glück angewiesen. Außerdem schaffen es die Fonds häufig nicht, den ihnen zugrunde liegenden Vergleichsindex zu schlagen. Selbst wenn ein Fonds relativ erfolgreich ist, kann es sein, dass Nebenkosten wie Ausgabeaufschlag, Verwaltungsgebühren oder Depotaufwand die tatsächliche Rendite deutlich schmälern.

Ein Zertifikate-Sparplan weist dagegen in der Regel geringere Kosten als ein Fonds-Sparplan auf. Hierbei gilt es ganz genau auf die jeweilige Kostenstruktur zu achten. Man sollte sich vorab informieren, ob der Anbieter eine Grundgebühr pro Transaktion verlangt, also bei jedem Zertifikate-Kauf. Daneben sorgt die Investition in Zertifikate für eine deutlich höhere Gewinnchance und die Möglichkeit auf eine höhere tatsächliche Rendite. Doch wie üblich heißt eine höhere Gewinnchance auf den Finanzmärkten, dass man diese mit einem höheren Risiko bezahlen muss.

Für einen Zertifikate-Sparplan werden zumeist Indexzertifikate oder aber Basket-Zertifikate genutzt, wobei es mittlerweile in seltenen Fällen auch Zertifikate mit Rohstoffen oder Währungen als Basiswert gibt. In der Regel werden für die Sparpläne Zertifikate verwendet, die entweder eine lange Laufzeit besitzen oder im Prinzip endlos laufen. Ähnlich wie bei Fonds-Sparplänen beginnen die monatlichen Sparraten bereits bei 25 Euro. Für die Sparrate wir die zu dem jeweiligen Zeitpunkt mögliche Anzahl an Zertifikaten gekauft.

Im Vergleich zu einem einmaligen Investment, bei dem eine hohe Summe eingesetzt wird ergibt sich hierdurch ähnlich wie bei einem Fonds-Sparplan der so genannte Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt). Hierbei werden bei fallenden Kursen mehr Zertifikate gekauft und bei steigenden Kursen entsprechend weniger. Kurz um:

Mit einem Zertifikate-Sparplan bietet sich dem langfristig orientieren Anleger eine sehr gute Möglichkeit privat für sein Alter vorzusorgen. Dabei weisen diese Sparpläne in der Regel geringere Verwaltungskosten und eine höhere Renditechance als Fonds-Sparpläne auf. Jedoch muss in diesem Fall wie beim Einzelkauf von Zertifikaten das Emittenten-Risiko beachtet werden.

Wer weiterführende Informationen zu einem Derivate-Sparplan haben möchte, der sollte einmal auf die Seite des Deutschen Derivate-Verbandes www.derivateverband.de gehen. Dort finden Sie unter anderem einenhttp://www.derivateverband.de/DEU/Wissen/Sparplaner Zertifikate-Sparplanrechner.

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Ebenso wichtig zu wissen: Nicht alle Zertifikate sind sparplanfähig! Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrer Hausbank oder den Emittenten.


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