Commerzbank: Günstige Bewertung als Einstiegschance für Berufsoptimisten?

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Nachdem die Aktionäre der Commerzbank (WKN 803200) die Hauptversammlung vom 23. Mai zum Frustabbau nutzen durften, darf sich nun das Management wieder der Zukunft des Finanzinstituts widmen. Dabei gilt es erfolgreiche Unternehmensbereiche verstärkt auszubauen.

Dazu gehört das Geschäft mit Baufinanzierungen. Da sage noch einer, die Krise hätte nicht ihre guten Seiten, denn das niedrige Zinsniveau und das Bedürfnis der Menschen nach sicheren Anlagen haben dazu geführt, dass die Deutschen immer mehr eigene Häuser oder zumindest eine Eigentumswohnung bauen bzw. kaufen möchten.

Von diesem Trend möchte auch die Commerzbank profitieren. Michael Mandel, Bereichsvorstand Privatkunden, sagte zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Im Jahr 2011 haben wir unser Neugeschäft in der Baufinanzierung um 20 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro ausgeweitet. Ich sehe gute Chancen, diesen Wachstumskurs in den kommenden Jahren fortzusetzen und unseren Marktanteil deutlich auszuweiten.

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Quelle: comdirect

Ob dies allerdings ausreichen wird, die Talfahrt bei der Commerzbank-Aktie zu stoppen, bleibt abzuwarten. Immerhin hat das Papier seit seinem Jahreshoch bei 2,21 Euro einen gefährlichen Trend eingeschlagen, der den Wert der Aktie wieder ganz nahe an das Allzeittief von 1,12 Euro aus dem November vergangenen Jahres geführt hat und von dort wäre auch die Grenze von 1 Euro nicht weit, bei der die Commerzbank den unrühmlichen Titel eines Penny-Stocks ernten würde.

Damit das nicht passiert dürfte die Commerzbank hoffen, dass die europäische Politik schnell zu einer Lösung in der Eurokrise kommt, denn die Bilanz der zweitgrößten deutschen Privatbank birgt immer noch eine Menge an Gefahren, in Form von Papieren aus den Krisenländern wie Portugal, Italien und Spanien.

Trotz der großen Probleme, die bei der Commerzbank auch weiterhin vorhanden sind, könnte die sehr günstige Bewertung zu einem Einstieg einladen. Denn mit einem 2012er-KGV von 5 ist das Papier ähnlich wie diejenigen der Konkurrenz im gesamten Bankensektor sehr günstig bewertet.


2 KOMMENTARE

  1. Sollte GL aus dem Euro ausscheiden, dann steht Spanien
    im Fokus, und dann wird trotz günstiger Bewertung die Aktie der CB weit unter ein Euro fallen. Also abwarten u Teetrinken.
    Lieber Heidelberger Druckmaschinen ins Depot legen.
    ( absolutes Schnäppchen und Übernahmekandidat bei dem
    heutigen Kurs)

  2. Das Problem ist doch derzeit, dass es eher zuviel als zu wenige „Schnäppchen“ gibt. Bei HeidelDruck muss man nach den vergangenen Jahren schon arg Schmerzrestistent sein… aber manchmal kann das ja gut gehen

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