BASF: Die Zukunft gehört zwar den Schwellenländern – aber der Chart…

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Nicht erst seit der Eurokrise und den damit verbundenen Konjunkturschwächen auf dem alten Kontinent haben die europäischen Konzerne wie BASF (WKN BASF11) erkannt, dass sie sich verstärkt nach neuen Absatzmärkten umschauen müssen. Auch vor der Krise wurde das weltweite Wirtschaftswachstum von aufstrebenden Volkswirtschaften wie China oder Brasilien angekurbelt, während die Wachstumsraten in Europa eher mau ausfielen.

Trotz Krise werden die 30 DAX-Konzerne am Ende der diesjährigen Dividendensaison mit fast 28 Mrd. Euro den zweithöchsten Betrag nach 2007 ausgeschüttet haben und 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Erfolg der Unternehmen ist auch damit zu erklären, dass die großen deutschen Firmen mittlerweile verstärkt in den wachsenden Märkten der Schwellenländer tätig sind und sich somit ein Stück weit von dem europäischen Heimatmarkt unabhängig gemacht haben.

Der weltweit führende Chemiekonzern BASF hat bereits früh die Zeichen der Zeit erkannt und möchte nun sogar noch mehr in den Schwellenländern wachsen. „Zwischen 2011 und 2015 plant die BASF weltweit Investitionen von rund 15 Mrd. Euro, um das organische Wachstum weiter voranzutreiben“, sagte BASF-Vorstand Michael Heinz dem „Tagesspiegel“, wobei 30 bis 40 Prozent davon auf die Schwellenländer entfallen sollen. In der Zeit nach 2015 soll der Anteil der Investitionen, der auf die Schwellenländer entfällt sogar noch mehr wachsen. Laut Heinz will das Unternehmen zwischen 2016 und 2020 insgesamt 15 bis 20 Mrd. Euro und etwa 35 bis 45 Prozent davon in das Wachstum des Geschäfts in den Schwellenländern investieren.

Zu den Gründen für diesen Schritt gehört laut Heinz eine Absicherung gegen die Nachfrageeinbrüche in Europa die sich aufgrund der Eurokrise ergeben haben. „Die Unsicherheit durch die Schuldenkrise in Europa führt zu einer Zurückhaltung der Konsumenten, und das beeinflusst am Ende auch unser Geschäft. So stehen wir auf mehreren Beinen und sind trotz der Schuldenkrise zuversichtlich, sagte Heinz zu den geplanten Investitionen des Unternehmens.“

Wer BASF auf seinem weiteren Weg in die Schwellenländer und dem dortigen Wachstum des Unternehmens profitieren möchte, erhält derzeit einen weltweiten Blue Chip mit einem 2012er-KGV von 9,2 und einer Dividendenrendite von 4,7 Prozent relativ günstig. Schauen wir uns jedoch den Chart an, so könnte man glatt meinen der Frühzykliker-Titel will uns was sagen…

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Quelle: comdirect

PS: Ganz nebenbei wurde BASF kürzlich in den Dow Jones Global Titans 50 Index aufgenommen, dessen neue Zusammensetzung ab 15. Juni in Kraft tritt. In diesem Index sind die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Welt vertreten. Zu den Auswahlkriterien gehören neben der Marktkapitalisierung auch Umsatz und Nettogewinn der Unternehmen sowie der frei handelbare Streubesitz der jeweiligen Aktie. Gleichzeitig rettet BASF mit dem Aufstieg in diese Liste ein wenig die deutsche Ehre, denn während BASF aufsteigt, müssen Allianz (WKN 840400) und E.ON (WKN ENAG99) den Index verlassen…


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