HV Deutsche Bank: Das Ende einer Ära – „adie Joe!“

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Nun ist es also so weit. Mit dem Ende der zehnjährigen Amtszeit Josef Ackermanns an der Spitze der Deutschen Bank (WKN 514000) geht eine Ära zu Ende. Heute ist Schluss – als CEO zumindest..

So erfolgreich seine Zeit bei der größten deutschen Bank auch gewesen sein mag, gab es doch vermehrt Kritik an dem Schweizer. Bereits zu seinem Start gab es Vorbehalte gegenüber dem Schweizer Investmentbanker an der Spitze des deutschen Aushängeschildes im Bankensektor.

Aber auch während seiner Amtszeit wurde er kritisiert, da er vor allem stellvertretend für den gierigen Banker stand, der skrupellos den Gewinnen nachjagt. Genauso sah er sich zum Ende seiner Amtszeit Angriffen ausgesetzt, als es um eine Aufarbeitung seines gesamten Wirkens an der Spitze der Deutschen Bank ging.

Zum einen dürften die Aktionäre über den Aktienkurs der Bank nicht sehr erfreut sein. Denn mit 29 Euro ist dieser Kurs weit entfernt von den 70 Euro, die das Papier noch zum Amtsantritt Ackermanns Wert war und noch weiter weg von dem Höchststand von 118 Euro. Daneben gab es verstärkte Kritik von Nichtregierungsorganisationen wie Foodwatch, die die Finanzierung von Rüstungskonzernen, Atomenergie und die Spekulation mit Grundnahrungsmitteln anprangern.

In seiner Abschiedsrede äußerte sich nun Ackermann zu diesen Kritikpunkten. Er gab zu, dass der aktuelle Aktienkurs niemanden recht glücklich machen würde – ihn eingeschlossen. Auf den Vorwurf, die Bank hätte unter seiner Regie ökologisch und sozial unverantwortliche Geschäfte gefördert ging er dann auch noch ein. Immerhin sagte er selbst einst: „Kein Geschäft darf es uns wert sein, den Ruf und die Glaubwürdigkeit der Bank aufs Spiel zu setzen.“ Jedoch musste er eingestehen: „Diesem Grundsatz sind wir in den Jahren des allgemeinen Überschwangs vor der Finanzkrise nicht immer voll gerecht geworden.“

So sprach der Schweizer heute auch von einem „Tag der Wehmut, vor allem aber der Freude“. „Ich empfinde Wehmut beim Abschied von einem Land, das mich mit offenen Armen empfangen und stets mit großer Offenheit begleitet hat“. Er freue sich aber auch, dass er Deutschlands größtes Geldhaus in guter Verfassung in die Hände seiner Nachfolger Anshu Jain und Jürgen Fitschen übergeben könne. Die Zeiten seien wegen der weiter schwelenden Euro-Schuldenkrise schwierig, aber die Deutsche Bank dafür gut gerüstet. Na dann, warten wir es ab.

Ich persönlich denke, dass Deutschland nun einen Spitzenmanager weniger hat und mal abgesehen von den „Penauts“ (oh das war nen Ausspruch damals…) hat der Schweizer in Deutschland vielen gezeigt, wie „Money-Management“ geht. Dass er ein Experte ist, das weiß auch Angie in Berlin. Wer weiß schon, wie die Lehman-Krise hierzulande eingeschlagen hätte, wenn der Draht FFM-Berlin damals nicht so gut geklappt hätte…

Alles in allem: Mach´s gut Joe oder adie und uf widerluege, Herr Ackermann!


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