GESCO setzt nach Rekordjahr Expansion weiter fort – und was macht der Kurs?

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Gute Nachrichten gibt es dieser Tage nicht überall. Aber bei der im SDAX beheimateten Beteiligungsgesellschaft GESCO (WKN: A1K020) läuft es rund. Nach einem starken Geschäftsjahr 2011/2012 (01.04.2011 – 31.03.2012) mit Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis wird die Expansionsstrategie fortgesetzt. Dem Kurs kann dies nur gut tun.

Als wir im März 2012 erstmalig über GESCO schrieben, war die starken Neun-Monats-Zahlen gerade halbwegs verdaut. Der damalige Kursanstieg konnte noch etwas ausgebaut werden – was vor allem mit der angekündigten Dividendenerhöhung zusammenhing. So wurden noch einmal Kurse im Bereich von 70 Euro erreicht. Doch danach folgten in großem Stil Gewinnmitnahmen. Die Konsequenz war ein Kursrückgang bis auf knapp 56 Euro. Wovon sich der Kurs seit rund zwei Wochen erholt.

Auslöser für das Durchbrechen des Abwärtstrends waren die guten Zahlen für das Geschäftsjahr 2011/2012. Vorläufigen Zahlen zufolge war der Konzernumsatz um rund 24 Prozent auf 415,4 Mio. Euro gesteigert worden. Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter legte wiederum mit gut 48 Prozent noch stärker zu und erreichte 22,6 Mio. Euro. Als Bonbon wurde zudem eine Rekorddividende von 2,90 Euro angekündigt, nach 2,00 Euro im Vorjahr. Schon allein mit Blick auf die Dividende ist ein Investment in GESCO attraktiv. Bei einem aktuellen Kurs von 59,66 Euro ergibt sich eine stolze Dividendenrendite von 4,9 Prozent.

Doch GESCO ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Mit einer Ende Februar durchgeführten Kapitalerhöhung sicherte sich GESCO die Möglichkeit auch in Zukunft „Perlen des Mittelstands“ oder auch „Hidden Champions“, wie GESCO ihre Beteiligungsziele bezeichnet, zu erwerben. Ein erster Schritt wurde dazu heute bekannt gegeben. Im Zuge einer altersbedingten Nachfolgeregelung wurde die C.F.K. CNC-Fertigungstechnik Kriftel GmbH aus Kriftel am Taunus übernommen. Das 1986 gegründete Unternehmen ist eines der führenden Zentren für hochpräzises Draht- und Senkerodieren. Mit 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftet C.F.K. einen Umsatz von zuletzt rund 7,5 Mio. Euro, der in hohem Maße eigene Wertschöpfung darstellt. Der Gründer und Geschäftsführer Günter Kochendörfer wird dem Unternehmen noch einige Monate zur Überleitung zur Verfügung stehen. Der zweite Geschäftsführer, Dr. Christoph Over, ist seit 2009 im Unternehmen tätig und bleibt weiterhin mit 20 Prozent beteiligt. Nach dem Ausscheiden von Kochendörfer wird Over das Unternehmen als Alleingeschäftsführer leiten.

Quelle: comdirect

Mit diesen Nachrichten angetrieben und der stolzen Dividendenrendite im Hintergrund hat die Aktie also durchaus wieder die Chance, alte Höhen vom März zu erreichen. Auch das 52-Wochen-Hoch bei 72,68 Euro könnte durchaus wieder ins Visier geraten. Und das wären dann immerhin noch rund 20 Prozent Kurspotential.


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