Im Fokus Gold: Aktuelle Tiefstände bald überwunden?

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Der Goldpreis muss derzeit mit Kursen unterhalb der 1600 Dollar-Marke fertig werden – so die Meinung der Analysten der Deutschen Bank. Doch gerade mit den nun gefallenen Preisen könnte sich vielleicht auch eine sehr interessante Einstiegschance ergeben. Dafür könnten die mittel- und langfristigen Aussichten für den Goldkurs sprechen. Denn allein Chinas Rohstoffhunger, auch nach Gold, dürfte ungebrochen sein. Außerdem könnte sich nach den nachfrageschwachen Monaten Mai und Juni eine Erholung ergeben – hierfür sprechen die indische Hochzeits- und Festsaison der Herbstmonate sowie das Weihnachtsgeschäft. Damit könnte Gold, trotz seiner aktuellen Schwäche auch weiterhin eine unverzichtbare Depotbeimischung darstellen.

Im September des vergangenen Jahres erreichte der Goldpreis sein Allzeithoch bei 1.920 US-Dollar pro Feinunze. Doch seitdem erlebt er eine deutliche Korrektur, die ihn wieder unter die Marke von 1.600 US-Dollar geführt hat. Einer der Gründe für diesen deutlichen Rücksetzer wird darin gesehen, dass sich im vergangenen Jahr eine Goldblase gebildet hatte, die nach ihrem Platzen weitere Verkäufe nach sich zog und immer noch zieht. In der Hoffnung auf weiter steigende Kurse dürften viele Investoren hohe Goldpositionen aufgebaut haben, doch da der Kurs rückläufig ist, wird Gold wieder verstärkt verkauft.

Daneben gibt es aber auch eine ganze Reihe weiterer Gründe, warum sich Gold in einem Tief befindet. Zum einen: In Indien wurden im März die Steuern für nicht zertifizierten Goldschmuck erhöht. Dies dürfte die Nachfrage nach Gold in dem größten Goldmarkt der Welt nach unten treiben. Außerdem erlebt der US-Dollar aktuell eine deutliche Aufwertung. Da Gold aber in US-Dollar gehandelt wird, verteuert dies die Beschaffung von Gold und senkt damit die Nachfrage. Etwas verwunderlich ist allerdings die Tatsache, dass Gold trotz einer Verschärfung der europäischen Staatsschuldenkrise nicht einen Aufschwung erlebt. Immerhin gilt Gold seit jeher als ein so genannter „sicherer Hafen“. Doch bereits im vergangenen Jahr war es abzusehen, dass das Edelmetall ein wenig von seiner Sicherheitsfunktion eingebüßt haben könnte. Es war eine vermehrte Volatilität beim Goldpreis zu beobachten, die Gold eher in die Richtung eines spekulativen Investments gebracht hat, als für ruhige Nächte bei den auf Sicherheit bedachten Anlegern zu sorgen.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen könnte die Schwäche beim Goldpreis womöglich noch anhalten und ein Abrutschen unter die Marke von 1.500 US-Dollar liegt im Bereich des Möglichen. Doch mittelfristig könnten wir uns durchaus wieder auf steigende Goldpreise einstellen. Denn die Analysten der Deutschen Bank erwarten, dass der Kurs im vierten Quartal auf bis zu 2.000 US-Dollar steigt. Dieser Optimismus wird aufgrund der Erwartung einer steigenden Goldnachfrage gesehen, die sich eben infolge des Weihnachtsgeschäfts und der indischen Hochzeits- und Festsaison ergeben sollte. Daneben sehen die Analysten der Deutschen Bank bei vielen Marktteilnehmern die Erwartungen, dass gerade asiatische Notenbanken auf fallende Goldpreise warten, um ihre Reserven zu erhöhen. Ebenso könnte die US-Dollar-Stärke im weiteren Jahresverlauf ein wenig abnehmen. Aktuell wird sicherlich der US-Dollar aufgrund der europäischen Probleme als „sicherer Hafen“ gesehen und daher verstärkt nachgefragt. Allerdings bleibt auch die Frage, ob der US-Aufschwung nachhaltig ist oder ob die Federal Reserve erneut eingreifen muss, was den US-Dollar-Kurs drücken würde.

Spekulative Anleger könnten nun mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DB7TUR; Hebel 3,18; Knock-Out-Schwelle bei 1127,80 US-Dollar) auf steigende Kurse setzen. Spekulative aber eher short-orientierte Anleger könnten mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE79P9; Hebel 2,47; Knock-Out-Schwelle bei 2.175,20 US-Dollar) dagegen auf einen fallenden Goldpreis setzen. Bei beiden Engagements sollte stets die Euro-Dollar-Parität beachtet werden.

Stand: 23.05.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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