Irgendwie charmant: Von Chelsea lernen…

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Kam gerade rein und ich fand es irgendwie charmant – zumal ich am Samstag auch „ein bisschen“ frustriert war. Die UniCredit schreibt da heute im wöchentlichen Marktkommentar:

Die zurückliegende Woche war nicht nur für FC Bayern München-Fans bitter. In fünf Tagen verlor der DAX® Index knapp fünf Prozent. Dabei wurde die wichtige Unterstützungsmarke bei 6.400 Punkten zu Wochenbeginn noch mit allen Mitteln verteidigt. Am Ende siegten dennoch die Bären und drückten den Standardwerteindex zum Wochenschluss auf unter 6.300 Punkte.

In der laufenden Woche stehen wichtige Daten aus Deutschland an. So werden die endgültigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal sowie der vielbeachtete ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Inwieweit sie in der Lage sind, den DAX®- und die Nebenwerteindizes MDAX®-, TecDAX® sowie SDAX®-Index wieder aufzurichten, muss sich zeigen. Aus technischer Sicht befindet sich der DAX in einem Abwärtstrend. Unterstützung findet das Indexbarometer zwischen 6.170 und 6.200 Punkten. Zu Jahresbeginn versuchte der DAX® über diese Zone zu brechen und scheiterte mehrfach, ehe es Mitte des Monats gelang. In diesem Moment wandelte sich die einstige Hürde in eine Unterstützung. Hilfe erhält der DAX® Index auch durch die 200-Tage Durchschnittslinie. Sie liegt aktuell bei 6.187 Punkten. In der Vergangenheit hat das Über- beziehungsweise Unterschreiten dieser Durchschnittslinie einen nachhaltigen Trendwechsel signalisiert. Solange sie verteidigt wird, gibt es berechtigte Hoffnung auf eine Gegenbewegung.

Der MDAX® Index spielt derzeit auf Unentschieden. Zwar kam er zuletzt ebenfalls unter Druck. Der Aufwärtstrend ist jedoch noch nicht verletzt. Vielmehr pendelt er in einer breiten Bandbreite. Hier ist es jedoch wichtig, dass die Unterstützung von 9.962 Punkten (März-Tiefstand) im Wochenverlauf verteidigt wird. Andernfalls droht ein Sturz bis in den Bereich von 9.462 Punkten – dem Hoch vom Oktober 2011.

Die deutschen Aktienbarometer waren keineswegs die einzigen Indizes, die aktuell unter Druck stehen. Besonders starkes Abwärtsmomentum zeigen der russische RDX® sowie der österreichische ATX® Index. Shortindizes wie der Short RDX® EUR und ShortATX® steigen hingegen, wenn der jeweilige Basisindex sinkt. Sie zeigen also deutliches Aufwärtsmomentum.

Bei den Branchenindikatoren bietet sich ein ähnliches Bild. Short-Barometer wie der STOXX® Europe 600 Basic Resources Daily Short (Gross Return) Index in EUR und STOXX® Europe 600 Automobiles & Parts Daily Short (Gross Return) Index in EUR präsentieren sich mit starkem Aufwärtsdrang.

Im Fußball werden leider keine Preise für die attraktivste Spielweise verliehen. Effizient muss sie sein. Bestes Beispiel war Chelsea am Samstag. Die Engländer wählten eine sehr defensive Taktik und wurden belohnt. Ähnlich ist es derzeit am Aktienmarkt. Defensive Branchen wie Nahrungsmittelhersteller brennen selten ein Kursfeuerwerk ab. Zuletzt entwickelten sie sich jedoch deutlich besser als der Gesamtmarkt. Im STOXX® Global 1800 Food & Beverage (Net Return) Index (EUR) sind die weltweit größten aus diesem Sektor vereint. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass dieser Sektor nicht auch zeitweise in Rückstand geraten kann.

Quelle: UniCredit/ Stand Schlusskurse vom Freitag


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