Im Fokus DAX®: Wo sind die Käufer?

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Die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und die Parlamentswahlen in Griechenland haben in der vergangenen Börsenwoche für einiges an Verunsicherung bei den Anlegern gesorgt. Aufgrund dieser Tatsachen hat sich deren Appetit auf Aktien stark in Grenzen gehalten. Noch mehr als die Tatsache, dass nun ein Sozialist an der Spitze Frankreichs steht, war es das anhaltende Chaos bei der griechischen Regierungsbildung, welches das Vertrauen der Investoren augenscheinlich erschütterte. Die Eurokrise bleibt also wohl erst einmal das beherrschende Thema für den DAX®.

Denn so lange es keine stabile Regierung und vor allem kein klares Bekenntnis zu dem vereinbarten Sparkurs in Griechenland gibt, werden auch die Spekulationen um einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euroraum anhalten. Daneben bleibt auch die Sorge, dass Griechenland es womöglich doch schaffen könnte einige Lockerungen des Sparprogramms zu erreichen, was Forderungen anderer Krisenländer Tür und Tor öffnen würde, ebenfalls bei ihren Sparbemühungen das Tempo zu drosseln. Somit würde Europa den Finanzmärkten signalisieren, dass es seinen Sparkurs verlässt.

Neben den politischen Unsicherheiten, die zurzeit in Europa herrschen, bleibt auch die weltweite Konjunktur ein Risikofaktor für die Aktienmärkte. Nach letzten OECD-Zahlen bleibt das Wachstum in den Schwellenländern zwar auf einem stabilen Wachstumspfad, allerdings sorgt die Wachstumsschwäche in Europa für ein schlechteres Bild bei den Industrienationen. Auch aus den USA kommen wieder verhaltene Konjunkturdaten. So zeigten die letzten US-Arbeitsmarktdaten, dass der Aufschwung jenseits des Atlantiks bei weitem nicht so stabil zu sein scheint, wie zuvor angenommen wurde. Wie das US-Arbeitsministerium jüngst mitteilte, hat sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im April gegenüber dem Vormonat um 115.000 erhöht. Volkswirte hatten allerdings einen Stellenaufbau um 162.000 Beschäftigte erwartet.

Sollte sich der US-Aufschwung tatsächlich als wenig nachhaltig herausstellen, könnten auch wieder geldpolitische Lockerungsmaßnahmen seitens der Fed als Gegenreaktion erwogen werden. Zumindest hatte sich Ben Bernanke trotz der verbesserten Konjunkturaussichten immer die Hintertür offen gehalten, bei einer Verschlechterung der US-Konjunktur geldpolitisch einzugreifen. Kurz um, die Konjunktur-Nachrichtenfront ist derzeit nicht so eindeutig für Anleger zu lesen bzw. zu interpretieren.

Eine Zeit lang konnten die Quartalszahlen der DAX®-Konzerne, aber auch aus Übersee für Entspannung am deutschen Aktienmarkt sorgen und die Konjunkturdaten und Krisenängste etwas zur Seite schieben. Hierbei schafften es vor allem die deutschen Autobauer BMW und Volkswagen zu überzeugen. Doch die zwischenzeitlichen Kurssprünge wurden häufig sehr schnell durch die übergeordneten europäischen Probleme zunichte gemacht. Insgesamt hat sich die Situation im DAX® für die Bullen im Vergleich zum Jahresbeginn merklich verschlechtert. Immerhin konnte der deutsche Leitindex DAX® den besten Jahresstart in der Geschichte hinlegen. Allerdings scheint die Wirkung der gelpolitischen Maßnahmen der EZB verflogen zu sein, bei denen die Notenbank etwa 1 Bio. Euro zinsgünstig an die Banken verteilt hatte. Wurde die Eurokrise aufgrund dieser hohen Liquiditätsspritze noch überlagert, dürften die Probleme spätestens nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland wieder verstärkt in den Fokus der Anleger gerückt sein.

Spekulative Anleger, die davon ausgehen, dass der deutsche DAX® trotz der ganzen aktuellen Nachrichtensituation weiterhin Aufwärtspotenzial aufbauen wird, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE76B1) auf eine solche Kursbewegung setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,30, die Knock-Out-Schwelle bei 3750 Indexpunkten. Auf der anderen Seite: Wer als spekulativer DAX®-Anleger auf der Short-Seite aktiv werden will, könnte dieses Szenario mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DB04C5, aktueller Hebel 2,32; Knock-Out-Schwelle bei 9226 Indexpunkten) traden.

Stand: 17.05.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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