Zertifikate Award Austria 2012 – Raiffeisen Centrobank ist nicht zu stoppen

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Auch bei der sechsten Auflage des Zertifikate Award Austria holt sich die Raiffeisen Centrobank (RCB) in gewohnt souveräner Manier den Gesamtsieg // Zahlreiche Überraschungen in den Einzelwertungen

Vier Mal Platz eins, ein Mal Platz zwei und ein Mal Platz drei: Bei der sechsten Auflage des Zertifikate Award Austria wurde die Raiffeisen Centrobank (RCB) einmal mehr mit einer Flut von Auszeichnungen bedacht. In sechs von sieben Jury-Wertungen landeten die Wiener auf dem Stockerl, konnten also eine der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen. Klar, dass dem Team um Zertifikate-Chefin Heike Arbter damit auch der Sieg in der Gesamtwertung nicht zu nehmen war – zum sechsten Mal in Folge. Hinzu kam Platz zwei beim Wettbewerb um das „Zertifikate-Haus des Jahres“, bei dem die Stimmen der Leser des WirtschaftsBlatt, des GEWINN, des derStandard.at, des Börse Express, des FORMAT, des geld-magazin, des Zertifikate // Austria und des ZertifikateJournal entschieden hatten.

Dieses Jahr reichten 18 Emittenten beim Zertifikate Award Austria ihre Produkte ein und ließen sie von einer unabhängigen 18-köpfigen Jury aus Vertretern der Bereiche Banken, Vertrieb, Steuerberatung, Medien und Vermögensverwaltung bewerten. Die Ergebnisse wurden von der renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young geprüft und bestätigt. Ein solch aufwändiger Evaluierungs- und Abstimmungsprozesses sucht unter den Award-Veranstaltungen in der Zertifikatebranche seinesgleichen. Die Preise wurden am gestrigen Montagabend im Wiener Palais Ferstel übergeben. Durch den Abend führte Moderator Lars Brandau, Geschäftsführer des Deutschen Derivate Verbands.

Der Sieg der RCB ist eindeutiger ausgefallen als im Vorjahr: Der Abstand zum Zweitplatzierten beträgt 1.082 Punkte (2011: 733 Punkte). Auf den Plätzen hinter der RCB ist das Gedränge dafür dichter als sonst: Zwischen Platz zwei und Platz sechs liegen nur rund 400 Punkte (2011: knapp 900 Punkte). Insgesamt konnten neun verschiedene Emittenten Preise mit nach Hause nehmen (2011: sieben). Inklusive der Gesamtwertung und des Publikumspreises ergibt sich folgende Verteilung der 27 einzelnen Auszeichnungen in den neun Kategorien: RCB (8 Preise), BNP Paribas (5), Deutsche Bank (3), Erste Group Bank (3), EFG Financial Products (2), Royal Bank of Scotland (2), UniCredit onemarkets (2), DZ BANK (1), Volksbank (1). Auffällig ist, dass die Jury das Österreich-Engagement in diesem Jahr besonders gewürdigt hat: Ne¬ben den Wiener Häusern wurden Emittenten, die sich stark in Österreich engagieren, mit Preisen bedacht. Anbieter mit geringem Austria-Commitment gingen leer aus.

Einer der großen Gewinner des Abends war die BNP Paribas. Neben vier Einzelpreisen eroberten die Franzosen nach Rang sechs 2010 und Platz drei 2011 dieses Mal Position zwei der Gesamtwertung. Die RBS rutschte von Platz zwei auf drei ab. Dass die Schotten überhaupt so weit vorne landeten, überrascht zunächst. Schließlich konnten sie in den Einzelkategorien nur einen Stockerl-Platz gewinnen (Rang zwei Hebelprodukte). Mit dem einen zweiten, zwei vierten, drei fünften und einem sechsten Platz landete die RBS jedoch stets im oberen Mittelfeld, weshalb der dritte Platz in der Gesamtwertung durchaus verdient ist. Mit Platz vier konnte die Erste Group Bank ihr bisher bestes Ergebnis aus den Jahren 2009 und 2010 wiederholen.

Ein Kommentar von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.


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